Klimaschutzmanager des Oberlands trafen sich im Schneefernerhaus zum Klimagipfel

Engere Zusammenarbeit beim Klimaschutz

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Teilnehmer (v.li.): Dr. Inga Beck (UFS Schneefernerhaus), Veronika Halmbacher (Klimaschutzmanagerin Lkr. Miesbach), Andreas Süß (Klimaschutzbeauftragter Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), Ellen Esser (Energiewende Oberland), Eva Kiel (Klimaschutzmanagerin Wolfratshausen), Florian Diepold-Erl (Klimaschutzmanager Lkr. Garmisch-Partenkirchen), Patrick Fierhauser (Leiter Umweltbehörde Murnau), Judith Dangel (Regionalmanagerin Lkr. Weilheim-Schongau), Patrick Jähnichen (Klimaschutzmanager Penzberg).

GAP – Die 23. UN-Weltklimakonferenz in Bonn wurde mit dem deutlichen Signal beendet: Klimaschutz muss von unten beginnen, bei den Bürgerinnen und Bürgern, in den Kommunen. Die Landkreise der Planungsregion 17 haben sich mit dem Beitritt zur Energiewende Oberland ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2035.

Das Oberland will beim Klimaschutz an einem Strang ziehen. Aus diesem Grund trafen sich die Klimaschutzmanager und Klimaschutzbeauftragten der vier Landkreise zu einem Klimagipfel auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Auf der Forschungsstation arbeiten ständig über 10 Wissenschaftsteams im Bereich regionaler und globaler Klimaforschung und sie gaben den Besuchern exklusive Einblicke in ihre Ergebnisse für das regionale Klima. Zum Beispiel, dass der Temperaturanstieg in den Bergregionen extremer ausfallen wird, als in flacheren Regionen Bayerns. In den Alpen ist mancherorts bereits ein jährlicher Temperaturanstieg um 0.3C messbar. Die jährlichen Niederschläge werden in den Wintermonaten zunehmen und in den Sommermonaten ist mit häufigeren Starkregenereignissen zu rechnen.

Wie und wo die Daten erhoben werden, konnten die Besucher eindrucksvoll im Kammstollen erfahren – ursprünglich ein Verbindungsstollen zwischen der Tiroler Bergstation und dem Schneefernerhaus – wo seit vielen Jahren der Permafrost im Zugspitzmassiv gemessen und untersucht wird. Bei der Messung der Luft, wo z.B. CO2, Chemikalien, Radioaktivität erfasst werden, kommt es auf höchste Präzision und Reinheit der Luft an. Vor allem die Entwicklungen und Prognosen der CO2-Konzentration, Methan, Feinstaubwerte und Luftfeuchtigkeit spielen für die Arbeit der Klimabeauftragten eine entscheidende Rolle, denn sie bestimmen maßgeblich, wie sich das Klima verändern wird.

In diesem Bereich wollen die Klimaforscher und die Klimaschutzmanager in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Der geplante „Klimafrühling Oberland“ (20.02.2018 – 09.03.2018) ist ein Beispiel dafür. Auch der Bereich Mobilität muss über die gesamte Region gedacht werden. So werden gemeinsame Aktionen im Bereich E-Mobilität geplant und die Aktion Stadtradeln 2018 soll zeitgleich in der gesamten Region veranstaltet werden.

von Kreisbote

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