Klimawandel und Pollenflugzeit stehen in engem Zusammenhang

Frühlingsboten zeigen sich auch schon im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Frühblüher
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Die ersten Frühlingsboten sind im Landkreis zu sehen.
  • vonFranziska Pawel
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Region – Das Schneeglöckchen, unser erster Frühlingsbote, zeigt sich bereits in Bayern. Auch für Pollenallergiker geht es jetzt los. Durch die zunächst tiefen Temperaturen hat die Hasel­blüte an den meisten Orten in Bayern dieses Jahr zwar erst später begonnen, mit steigenden Temperaturen und trockeneren Bedingungen werden sich jetzt die Blüten aber mehr und mehr öffnen und Pollen freisetzen.

Pollenkalender bieten die Möglichkeit, Informationen zu Pollenflugzeiten wichtiger allergener Pflanzenarten auf einen Blick zu erfassen. Es gibt diese Kalender für verschiedene Regionen in Deutschland. Entsprechende Informationen werden nur an wenigen Pollenflugmessstationen gesammelt und aufbereitet – in Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel ist das der Fall. Über das Baysics-Datenportal können auch Bürgerinnen und Bürger durch ihre Beobachtungen mithelfen, den Pollenflug für die Region präziser vorherzusagen.

Klimaveränderungen

„Langjährige Messungen von Blühterminen geben Aufschluss darüber, ob sich der Beginn der Vegetationsperiode oder ganz spezifisch die Pollenflugzeit verändert. Steigende Temperaturen wirken sich beispielsweise auf den Beginn der Blüte aus – und damit auch auf den Pollenflug“, sagt die Leiterin des Baysics-Projekts Annette Menzel, Professorin für Ökoklimatologie an der TU München. Der Klimawandel lässt alles früher ergrünen, aber ob sich auch die Dauer der Blüte und damit die Blühsaison verändern, ist noch nicht vollständig geklärt.

Frühlingsbeginn

„Um Aussagen für ganz Bayern treffen zu können, werden flächendeckende Beobachtungen benötigt. Deshalb rufen wir dazu auf, mitzumachen und Citizen Scientist zu werden“, so Prof. Annette Menzel. „Das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Jede und jeder von uns wird damit konfrontiert und spürt die Auswirkungen. Unser Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu erhalten und die Forschung voranzutreiben. Zudem wollen wir die wissenschaftliche Arbeit für Bürgerinnen und Bürger transparenter und zugänglicher machen. Dafür haben wir unser Portal entwickelt.“ kb

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