Wärmeeinbruch und Regen: Mit gebündelter Kraftanstrengung kann Langlaufspektakel gerettet werden

König-Ludwig-Langlauf gesichert

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Das Organisationskomitee und viele Helfer haben in den letzten Tagen alles gegeben, damit der renommierte König-Ludwig-Langlauf stattfinden kann.

Oberammergau – Für ambitionierte Langläufer ist das erste Februar-Wochenende gesetzt: Sie messen ihre Kräfte beim renommierten König-Ludwig-Lauf am 4. und 5. Februar. Die eigentliche Kraftanstrengung aber fand bereits in den Tagen zuvor statt, denn wieder haben die Oberammergauer mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen.

Bis zum 30. Januar herrschten beste Verhältnisse auf dem herrlich gelegenen Loipennetz – dann kam in der Nacht zum Dienstag der Wärmeeinbruch mit Regen. Auch den ganzen Tag über und zeitweise am Mittwoch regnete es rein in die gut gespurte Strecke, vor allem der Startbereich machte Sorgen. Das Wasser war hier, in der Ettaler Senke, zusammengelaufen und drückte an die Oberfläche durch. Die Freiwillige Feuerwehr rückte an und pumpte das Wasser raus.

Marc Schauberger, Zweiter Vorsitzender des Organisationskomitees, hat die Nerven behalten: „Wir werden ihn durchziehen. Denn eine nochmalige Absage wäre eine Katastrophe.“ Allerdings ist eine Streckenführung bis Schloss Linderhof nicht machbar, also wird es eine Doppelrunde geben mit Zieleinlauf in Oberammergau. Die besten Athleten brauchen etwa zwei Stunden für die 50 Kilometer, die am Samstag im Skating und am Sonntag im klassischen Stil zurückgelegt werden.

Der renommierte „König-Ludwig-Lauf“, Deutschlands größte Langlaufveranstaltung, ist unter anderem Teil des Worldloppets und des FIS Marathon Cups. Bis Wochenmitte hatten sich 2500 Läufer aus 28 Nationen angemeldet. Deutlich weniger als im Vorjahr, was der Absage der Rennen im vergangenen Jahr anzurechnen ist. Deshalb hält man in Oberammergau an der Durchführung fest, trotz aller Widrigkeiten. Am Donnerstag stand ein weiterer Großeinsatz auf dem Plan. Wasser wurde noch einmal abgepumpt und die Strecke präpariert. Viele Schaufler und freiwillige Helfer waren unterwegs, um die Loipe an sulzigen, nassen Stellen abzusichern. Schneedepots, die man rechtzeitig angelegt hatte, machten dies möglich. Nach dem Regen am Dienstag und Mittwoch, lachte am Donnerstag wieder die Sonne über dem Ammertal. „Dank der vielen Helfer werden wir es hinbekommen“, ist Marc Schauberger erleichtert. Eine Kraftanstrengung, die die Oberammergauer wieder zusammenrücken lässt. 

Von Ilka Trautmann

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