Schnee ist nicht in Sicht

König-Ludwig-Lauf wurde abgesagt

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Eine Ausrichtung ist in diesem Winter nicht möglich: Der beliebte König-Ludwig-Lauf, der am ersten Februar-Wochenende stattfinden sollte, wurde abgesagt.

Oberammergau – Die Verantwortlichen haben eine bittere Entscheidung treffen müssen: Der beliebte König-Ludwig-Lauf, der am ersten Februar-Wochenende stattfinden sollte und Jahr für Jahr tausende Langlauf­enthusiasten ins Ammertal lockt, wurde abgesagt.

Der ausbleibende Winter macht eine Ausrichtung unmöglich. Das bisschen Schnee, das am vergangenen Wochenende gefallen ist, reicht einfach nicht aus: Gerade mal 5 bis 10 cm Schnee liegen im Graswangtal. Viel zu wenig also, um eine ordentliche Loipe zu präparieren. Da die Strecke des König-Ludwig-Laufs außerdem durch eines der größten zusammenhängenden Naturschutzgebiete Europas führt, ist Kunstschnee nur auf befestigten Wegen und Straßen möglich. 

Die Absage war deshalb die einzig richtige Entscheidung, stellt Organisations­chef Marc Schauberger mit großem Bedauern fest, denn Schneefälle sind nicht in Sicht, im Gegenteil: Es bleibt trocken und die Tagestemperaturen sollen wieder steigen. Die Hoffnung auf Schnee – sie ist in der strahlenden Wintersonne dahingeschmolzen. 

Der 1968 gegründete König-Ludwig-Lauf ist der größte Volksskilanglauf Deutschlands. Profis wie Hobbyläufer schätzen den Langlaufklassiker, der durch die einmalige Landschaft, bayerische Gemütlichkeit und Professionalität charakterisiert wird. „Dieses Gefühl möchten wir Euch bewahren und nicht mit Gewalt eine für alle Seiten unbefriedigende Veranstaltung erzwingen“, heißt es auf der Website des König-Ludwig-Laufs. Erst fünfmal musste der Lauf in seiner langen Geschichte abgesagt werden.

Bitter ist die Entscheidung nicht nur für die vielen Läuferinnen und Läufer (circa 3000 Anmeldungen lagen vor), die bereits weit im Vorfeld gebucht hatten, sondern auch für die zahlreichen Helferinnen und Helfer des König-Ludwig-Lauf-Teams, für die hunderte Stunden von ehrenamtlicher Arbeit regelrecht verpufft sind. Teilnehmer können ihre Tickets auf das kommende Jahr übertragen lassen oder sich die Hälfte des Preises rückerstatten lassen. Ein ganz kleines Trostpflaster gibt es immerhin: Der 100-Meter-Supersprint kann am Freitag, 31. Januar, im Rahmen einer Party wie geplant im Sportzentrum von Oberammergau stattfinden.   tra

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