Vorbildfunktion weitertragen

Kommandoübergabe von Oberst Prescher an Oberst Frank am George C. Marshall Center

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Kurz und knackig waren die Antrittsworte von Oberst Peter Frank (re.) nach der Kommandoübernahme von Oberst Jörg Prescher (li.) als Dienstältestem Deutschen Offizier. In der Mitte Brigadegeneral a.D. Johann Berger, Deutscher stellvertretender Direktor am George C. Marshall Center.

GAP – „Jeden Tag die Welt ein kleines bisschen besser machen“ ist das erklärte Ziel von Oberst i. G. Peter Frank, der vor Kurzem das Kommando als Dienstältester Deutscher Offizier (DDO) am George C. Marshall Center von Oberst i.G. Jörg Prescher übernommen hat.

Drei Jahre hatte Oberst Prescher das Kommando über den Deutschen Anteil am Marshall Center. Sein Weg führt ihn nun nach Rom, an das NATO Defense College. Beim Festakt im großen Plenarsaal, bei dem Musiker des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen aufspielten, blickte Prescher auf seine Zeit in der Marktgemeinde zurück. „Wir haben zusammen viel gearbeitet, wir haben gerackert und gekämpft, wir haben gemeinsam viel erreicht...“, fasst es Prescher zusammen. So fällt in seine Dienstzeit mit dem Memorandum of Agreement die personelle und finanzielle Ausweitung des deutschen Beitrags und damit einhergehend auch die verstärkte Einflussnahme auf die Programmgestaltung des Marshall Centers. Eine Neuerung anderer Art war die Überarbeitung der Feierlichkeit zum Tag der Deutschen Einheit. Das neue Konzept, das gemeinsam mit dem Markt und dem Gebirgsmusikkorps gestaltet wurde, kam bei Bürgern wie Touristen gleichermaßen gut an. Ob bei den genannten oder einer der anderen, zahlreichen Aufgaben und Veränderungen: Oberst Prescher betonte die gute Teamarbeit und Einsatzbereitschaft aller. „Sie übernehmen einen gut ausgebildeten, leistungsfähigen und hochmotivierten Anteil“, richtete Prescher das Wort an seinen Nachfolger. Es sei eine „fordernde und anspruchsvolle Tätigkeit“ die Frank übernehme, aber sie gebe einem auch eine „beachtliche Menge Erfüllung und Berufszufriedenheit“.

Auch privat fällt der Abschied nicht so leicht, denn das Ehepaar Prescher schätzte die Landschaft, die Freizeitmöglichkeiten und besonders die Wandertouren.„Meine Frau und ich haben an diesem wunderschönen Standort im Werdenfelser Land unglaublich viel erlebt; es war für uns eine erfüllende Zeit ...“

Bevor Oberst Prescher das Kommando übergab, appellierte er eindringlich an alle, dass in Zeiten nationaler Alleingänge und Infragestellung internationaler Verträge dem Marshall Center und seiner internationalen Fakultäten eine Vorbildfunktion zukomme. Es gelte ein „gemeinsames Vorgehen und einvernehmliches Gestalten von Sicherheitsvorsorge vorzuleben“ und die Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA zu festigen.

Brigadegeneral a.D. Johann Berger, Deutscher stellvertretender Direktor am George C. Marshall Center, hob in seiner Ansprache noch einmal den besonderen Beitrag von Oberst Prescher zum Gelingen zahlreicher Veranstaltungen, Neuerungen und Vorhaben sowie sein Gespür für die Personalführung hervor.

Oberst Frank wurde als einen „Hiesiger“ vorgestellt: aus Garmisch-Partenkirchen stammend, begann Frank seine Bundeswehrkarriere an den Standorten in Mittenwald, in Füssen und Regensburg. Für den Posten am Marshall Center empfahl sich Frank durch seine bisherige Arbeit im In- und Ausland. Im Oktober vergangenen Jahres wurde Oberst Frank bereits ans Marshall Center versetzt und stellte sich der „herausfordernden Aufgabe als verantwortlicher Leiter der sogenannten Loisach Group – einer Kooperation zwischen Münchner Sicherheitskonferenz und dem Marshall Center.

Bevor Peter Frank seine kurze Antrittsrede als neuer Kommandant gab, erfolgte die zeremonielle Übergabe des Kommandos, visualisiert durch die Übergabe der deutschen Flagge. „Ich möchte nicht verhehlen, dass ich hier mit großer Freude meinen Dienst verrichte“, betonte Frank. „Garmisch-Partenkirchen war immer der Ort der Sehnsucht“ für Frank, eben die Heimat, zu der er nie den Kontakt verloren hat. Dass er den Dienstortwechsel durchaus auch positiv sieht, brachte er mit dem Satz „die Bundeswehr hat mir die Welt gezeigt“ zum Ausdruck. Für die Zukunft am Marshall Center setzte er auf die gute Zusammenarbeit aller, denn „nur gemeinsam sind wir stark“.

von Melanie Wießmeyer

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