Einigung für Skifahrer und Tourengeher

Alpenverein und Seilbahnen vereinbaren Aufstiegsrouten für Tourengeher

GAP – Die Wintersaison ist eingeläutet. Nicht nur Alpinskifahrer werden auf den Pisten unterwegs sein, sondern auch Skitourengeher. In den letzten Jahren hat diese doppelte Nutzung zu Konflikten geführt – vor allem in Garmisch-Partenkirchen. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.

Seit vergangenem Jahr setzen sich der Deutsche Alpenverein und der Verband Deutscher Seilbahnen gemeinsam für ein spannungsfreies Nebeneinander von Tourengehern und Alpinskifahrern auf den Pisten ein. Die Bilanz ist positiv: In allen bayerischen Skigebieten stehen jetzt tagsüber Aufstiegsmöglichkeiten für Tourengeher zur Verfügung. Wo sich bestehende Regelungen nicht bewährt haben, wurden Anpassungen vorgenommen. Unverändert geblieben sind vier zentrale Punkte, die DAV und VDS als Basis ihrer gemeinsamen Bemühungen formuliert haben:
• DAV und VDS bringen sich aktiv ein, um Konflikte zu lösen. Skigebiete mit Handlungsbedarf gibt es vor allem im Einzugsbereich Münchens. Für viele andere Skigebiete ist der Handlungsbedarf eher gering oder nicht gegeben, da bereits akzeptable Lösungen gefunden und erfolgreich umgesetzt wurden.
 • Skitourengeher im Bereich von Pistenskigebieten sind verpflichtet, sich an die zehn allgemeinen DAV-Regeln für Ski- touren auf Pisten sowie an örtliche Regelungen zu halten, z.B. ausgewiesene Aufstiegsrouten für Tourengeher oder zeitlich befristete Sperrungen. Zu den zehn allgemeinen DAV-Regeln gehört etwa, dass sich Tourengeher und Skifahrer gegenseitig im Auge zu behalten haben, dass Tourengeher gesperrte Pisten und Bereiche nicht begehen und stets die Lawinen- gefahr beachten.
• Zeitlich befristete Sperrungen von Pistenabschnitten (z.B. Engpassagen), bestimmten Abfahrten oder Skiwegen zur Vermeidung von Unfallgefahren können in Einzelfällen nötig sein.
• Zur Erarbeitung praktikabler Lösungen für Skigebiete mit Handlungsbedarf organisiert und moderiert der DAV Gesprächsrunden auf örtlicher Ebene. Im Dialog mit den Beteiligten (Vertreter der Bergbahnen, Gemeinden, zuständigen DAV-Sektionen etc.) soll dabei auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort detailliert eingegangen werden.
tra

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