Beamte hatten richtigen Riecher

Kontrolle mit Folgen in Murnau

Bundespolizei
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Streife landete bei 17-jährigen Schüler aus Kroatien und seiner in Murnau lebenden Tante einen Treffer.

Murnau - Eine Streife des Einsatzzuges kontrollierte am 30. Juni gegen 10:51 Uhr in der Reschstraße einen 17-jährigen Schüler aus Kroatien, der derzeit bei seiner in Murnau lebenden Tante zu Besuch ist. Bei der Kontrolle stellten die Beamten bei dem Jugendlichen ein sog. „Butterflymesser“ fest, mit dem jeglicher Umgang gemäß den Bestimmungen des Waffengesetzes verboten ist. Das Messer führte der junge Mann zugriffsbereit in seiner Bauchtasche. Ebenfalls in der Bauchtasche waren kleinere Konsumeinheiten von Marihuana und Haschisch. Aufgrund des Verdachtes von Straftaten gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz wurde die Staatsanwaltschaft informiert, die eine Sicherheitsleistung im niedrigen dreistelligen Euro-Bereich festlegte, da der junge Kroate in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat.

Nach Entrichtung dieser Summe sollte der junge Mann in die Obhut seiner Tante gegeben werden, die ihn bei der örtlichen Polizeidienststelle abholen wollte. Hierzu fuhr seine 44-jährige Verwandte mit ihrem Pkw bei der Dienststelle vor und stellte sich etwas ungeschickt auf den Behindertenparkplatz der Polizeiinspektion, obwohl sie unter keinerlei Behinderung litt. Dadurch zog sie bereits eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich.

Im weiteren Gespräch mit den Beamten fiel diesen drogentypische Ausfallerscheinungen bei der Dame auf, die dann einräumte „am Tag davor“ einen Joint geraucht zu haben. Ein vor Ort durchgeführter Drogenvortest verlief positiv auf THC (Tetrahydrocannabinol). Daher bestand der Verdacht des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, die von einem Arzt durchgeführt wurde. Hierzu erwartet die Tante ein Bußgeldbescheid in Höhe von mindestens 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg. In der Wohnung der Dame wurden später zu allem Unglück noch weitere Betäubungsmittel (Haschisch und Marihuana) im einstelligen Gramm-Bereich, fertiggedrehte Joints, Haschischpfeifen und Marihuanamühlen festgestellt, die auf ein gewisses Konsumverhalten der Tante und ggf. auch ihres Neffen hindeuten. Die Tante erwartet deshalb noch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. kb

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