Wichtige Entscheidung in Sachen Kramertunnel

BN verzichtet auf weitere Klage

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Die Entscheidung ist gefallen: Richard Mergner, Axel Doering und Dr. Andreas Keller begründeten, warum der Bund Naturschutz auf eine erneute Klage verzichtet.

Donnerstagmittag fiel eine wichtige Entscheidung, die von den Garmisch-Partenkirchnern mit Spannung erwartet wurde. Der Bund Naturschutz wird auf eine weitere Klage gegen den Kramertunnel verzichten. Der Weiterbau des Tunnels und die Realisierung der Ortsumfahrung von Garmisch wird damit wieder realistisch.

Nachdem die Regierung von Oberbayern bereits Ende Juli grünes Licht für den Weiterbau gegeben hatte, ist damit klar, dass es von Seiten des BN keine erneute Klage geben wird. Die Naturschützer halten die Planungen noch immer für „die schlechtest mögliche Variante für Natur und Umwelt“, dennoch sehen sie keinen Sinn mehr im Kampf „gegen die Unwilligkeit und Uneinsichtigkeit der Behörden“. Man lehnt die Planänderung also weiterhin ab, „doch Recht haben und Recht kriegen, sind zwei Paar Schuhe“, so formulierte es Axel Doering, der Kreisvorsitzende von Bund Naturschutz. Wenn bis Mitte September keine anderen Klagen eingehen, ist der Weg für den Weiterbau des Kramertunnels frei. Die jahrzehntelange Planung, die ersten Ideen zu einer Ortsumfahrung von Garmisch gehen auf die Anfänge der 1980er Jahre zurück, bedeutete auch jahrzehntelangen Streit. Die Naturschützer konnten sich mit ihren Argumenten und ihrer Alternativtrasse nicht durchsetzen und waren mit ihren Klagen auch vor Gericht gescheitert. Sie sehen den Kramertunnel als „Lehrstück einer Fehlplanung“ und in engem Zusammenhang zu einer verfehlten, autozentrierten Verkehrspolitik in Bayern.   tra

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