Der Blick auf die Sicherheitslage - Gestiegene Aufklärungsquote, aber auch mehr Straftaten

Kriminalitätsstatistik 2017 für unseren Landkreis

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Bei der Übergabe des Sicherheitsberichts (v. li.) Landrat Anton Speer, Polizeipräsident Robert Kopp und sein Vize Harald Pickert. Der Landrat nutzte die Gelegenheit, um den Beamten aller Polizeidienststellen im Landkreis für die geleistete Arbeit zu danken.

Landkreis – Zufrieden stellten dieser Tage Polizeipräsident Robert Kopp und sein Vize Harald Pickert den Sicherheitsbericht für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen vor und bestätigten Landrat Anton Speer eine allgemein gute Sicherheitslage in unserer Region.

Im Landkreis wurde im vergangenen Jahr eine Gesamtzahl von 4.292 Delikten registriert. Die Aufklärungsquote konnte von 62,2 Prozent auf 65 Prozent gesteigert werden, das bedeutet, dass 2.277 Fälle geklärt werden konnten. Die Zahl der Tatverdächtigen beläuft sich auf 1.820, wovon 687 Personen Nicht-Deutsche und 285 Zuwanderer waren. „Wir machen gute Polizeiarbeit“, kommentiert Kopp das Ergebnis. Die Arbeitsbelastung für die Beamten in unserem Landkreis ist hoch, das ergibt sich durch die Vielzahl an Großveranstaltungen und durch das hohe Tourismusaufkommen. 12.000 Einsätze sind so für das Jahr 2017 zusammengekommen – heruntergebrochen sind das durchschnittlich 35 Einsätze pro Tag. Ein paar besondere sind den Landkreisbewohnern sicher noch im Gedächtnis, so eine Einbruchserie. 31 Wohnungseinbrüche wurden insgesamt registriert; 2016 waren es 32 Fälle. Die Diebstahldelikte (aus Geschäften oder Radldiebstahl) sind im gleichen Zeitraum von 1.400 angezeigten Fällen auf 900 gesunken.

Anders sieht es bei Vergehen von Zuwanderern aus. Zwar ist die Migrationswelle deutlich zurückgegangen, die Zahl der von Zuwanderern begangenen Straftaten ist aber mit 1.132 Delikten enorm hoch. Hierunter fallen die illegale Einreise, aber eben auch sogenannte Rohheitsdelikte, also Raub oder einfache bis schwere Körperverletzung. Diese Delikte schlagen mit insgesamt 694 Fällen zu Buche – 133 wurden von Migranten verübt. Oft trägt sich das Ganze in den Unterkünften zu und sehr oft seien die Opfer selbst Flüchtlinge. Einen Anstieg gab es auch bei den Sexualstraftaten. Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln 2015/16 wurde allerdings die Gesetzeslage geändert. Das „Grapschen“ wird heute als sexuelle Belästigung gewertet und das wirkt sich auch auf die Statistik aus. Einen Anstieg gibt es auch im Bereich der Rauschgiftkriminalität. 262 Fälle bedeuten den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Fakt ist dabei: Je höher der Kontrolldruck der Polizei, je größer die Fallzahlen. Hier leisten vor allem die „Schleierfahnder“ ganze Arbeit: Sie ziehen laut Harald Pickert im Grenzbereich Drogen im Kilobereich aus dem Verkehr.

von Ilka Trautmann

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