Krüner Theaterverein begeistert bei Premiere

Amüsante Seelensuche

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Die Krüner Theaterer haben ein originelles Stück auf die Bühne gebracht.

Krün – Alexandra Reindls erste Regiearbeit für den Krüner Theaterverein heißt „Deifi Sparifankerl“ (von Ralph Wallner). Ein heiteres, echt bayerisch angelegtes Theaterstück, das vor allem durch seine Originalität dem Premierenpublikum viel Vergnügen bereitete.

Allerdings war das „Krinerische“ für viele Kurgäste eine Herausforderung, da die Richtmikrophone zum Teil zu leise eingestellt waren. Doch die trügerischen Bemühungen von Luziferius (Klaus Pölzl als schmeichelnder, liebedienerischer, berechnender Deifi), waren so gekonnt, dass der Inhalt von jedem verstanden wurde. Der „Deifi Sparifankerl“ hat es nicht leicht, weil seine Großmutter (Luise März) wegen der Jahresbilanz noch eine bayerische Seele braucht, da sie sonst als Kasperle auftreten muss. Also macht sich „Lucky“ Sparifankerl auf den Weg zum Ziegenhof von Bertl Geißhofer (Jakob Gantner, ein unzufriedener Ziegenbauer) und seiner Schwester Senta (Regina Kriner, flott, hübsch), um dort vielleicht eine Seele zu finden. Hier treffen sich oft die Bäuerinnen, um übers Dorf zu ratschen beziehungsweise jetzt den neuen interessanten Besuch anzuschauen. Da sind die Goldtalerin (neu im Ensemble, Carole Berner, schick in rot mit Hut), die Blechhoferin (Rosemarie Kriner, neugierig, sucht einen Begleiter) und die durchtriebene Ungerin (Verena Mandl, sehr neugierig auf den Besuch des vermeintlichen Wanderer). Hier ist für den „Deifi Sparifankerl“ keine Seele dabei, doch der Spezl vom Ziegenbauer, Nepomuk Stutz (Andreas Schmidt, zu jedem Deal bereit, um nachts Pferde zu stehlen), könnte vielleicht in Frage kommen. Und dann gibt es noch den Ferdi, Graf von Falkendamm (Manuel Achtner, in feinem grauen Zwirn und adelig zurückhaltend), der jedoch mit Senta ein Gpusi hat, was niemand wissen soll, da er schließlich mit der Ungerin verlobt ist ...

Lucki Sparifankerl versucht sein Bestes, mit dem Bertl und Nepomuk eine Straftat zu arrangieren, doch da macht ihm der Schnaps in der Suppe, die auf einmal die Senta gekocht hat, einen gewaltigen Strich durch seine Rechnung. 

Lallend und herumtänzelnd wird er immer lustiger und alberner und aus ist´s mit der Seelensuche. Die Pferde bleiben im Stall, die Oma wird zum Kasperl, und mit lautem Knall, teuflischem Rauch und herrlichem Durcheinander schließt sich der Vorhang. 

Was nun wirklich das chaotische Ende herbeiführt, können sich die interessierten Besucher noch am4. August, 29. September und am 13. Oktober im Festsaal vom Krüner Kurhaus anschauen. Eine amüsante Darbietung, die genau zum sommerlichen Wetter passt: Mal heiß und drückend, mal kühl und angenehm und schließlich mit krachendem Gewitter, um die Luft zu reinigen.

Von Kornelia Wehmeier

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