Besondere Werbeidee

"Kulturstühle", die informieren

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Beim Bekleben der Stühle (v.l.): Matthias Fischer, Mail Boxes etc.; Karolina Kleisl und Wolfgang Hottas, Creme Frech; Gabi Hoffmann, Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum; Janine Lobenhofer, ev. Kirchengemeinde; Meggy Schäfer (Creme Frech).

GAP – „Stühle auspacken, Sitzflächen reinigen, vorsichtig die bedruckte Klebefolie draufziehen und anschließend die Hussen über die Lehne ziehen“, so lauteten die Anweisungen von Janine Lobenhofer von der evangelischen Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen. Zusammen mit Gabi Hoffmann, zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft ‚Garmischer Zentrum‘, und dem „Mail Boxes Etc. -Team hatte sie sich um die Umsetzung dieser besonderen Werbeidee gekümmert.

Die Schauspieler der Theatergruppe Creme Frech e.V. hatten schnell den Bogen raus und gestalteten die weißen Klappstühle, um sie anschließend für den Transport bereitzustellen. Den hatten Wolfi Hostmann und Manfred Zimmermann übernommen und inzwischen sind die ‚Kulturstühle‘ in den Garmischer und Partenkirchner Ortszentren und Fußgängerzonen zu finden. Die Idee, Stühle für PR-Aktionen zu nutzen, gibt es anderswo bereits. „Ich habe in Wiesbaden gesehen, dass Geschäftsinhaber morgens ‚Kulturstühle‘ aufstellen, die über kulturelle Ereignisse informieren, aber auch zum zwischendurch Ausruhen einladen und diese abends wieder nach drinnen räumen“, begeisterte Creme Frech-Chefin Meggy Schäfer mit ihrer Idee die Organisatoren des Ökumenischen Kirchentages. 

Den gibt es in diesem Jahr mit dem Theaterstück „Luther für jedermann“ im Mittelpunkt vom 7. – 16.7. (Theaterpremiere am 8.7., 19.30 Uhr) in Garmisch-Partenkirchen. Der Vorschlag, statt einer befestigten Tafel bedruckte Jute-Säcke über die Lehne zu stülpen, kam aus dem Orga-Team. Fleißige Näherinnen kürzten dann die Beutel in einer Hauruck-Aktion vor dem Druck. „So etwas geht nur, wenn man so ein engagiertes Theaterteam und andere Mitstreiter im Rücken hat“, weiß Schäfer. Gern rührte Hoffmann in der Werbegemeinschaft die Trommel und holte auch die Ludwigstraßler ins Boot. „70 Geschäftsinhaber machen mit“, so ihre Erfolgsbilanz. Flyer für den Ökumenischen Kirchentag samt Lutherprojekt können in den beteiligten Geschäften mitgenommen werden. Ab sofort und bis 16. Juli hat das Ordnungsamt die Aufstellung der Kulturstühle, auf denen sich Pflastermüde auch gern ausruhen dürfen, genehmigt. Die Initiatoren sind auf das Feedback gespannt und vielleicht macht die Idee ja schnell Schule.

Von Meggy Schäfer

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