Die Suche nach der Maus

Mittenwalder Laternenkrippen im Fernsehen

Emil Fütterer und seine Laternenkrippen
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Im Fokus des Bayerischen Fernsehens: Emil Fütterer und seine Laternenkrippen. In der rechten Krippe ist übrigens die Maus versteckt.

Kennen sie „Die Seite mit der Maus“? In einer bekannten Fernsehprogramm-Zeitschrift hat immer auf der letzten Innenseite der jeweilige Zeichner in seinen Bildern eine kleine Maus versteckt, die es als heiteres Suchspiel zu finden gilt. Die Idee fand Emil Fütterer aus Mittenwald so gut, dass er eine kleine Holzmaus in seine selbstgebastelten „Laternenkrippen“ versteckt, die er auf Weihnachtsmärkten verkauft. So wie zuletzt 2019 in Murnau.

Dort stand eine Familie an seinem Stand. Die zwei Kinder wollten unbedingt die Maus finden und sich so die versprochene Schokolade als Belohnung verdienen. Wie sich herausstellte, gehörten die Kinder Jürgen Neumann aus München. Er produziert für das Bayerische Fernsehen Beiträge für die Nachmittagssendung „Wir in Bayern“. Der Filmemacher war von den Laternenkrippen so begeistert, dass er Fütterer vorschlug, ihn im Herbst 2020 in Mittenwald für einen Filmbeitrag aufzusuchen. Ende Oktober war Neumann mit Kameramann und Tontechniker in Mittenwald. „Ich habe in meinem Wohnhauskeller ein Krippenstüberl als Werkstatt eingerichtet“, erklärte Fütterer, „das Fernsehteam hat mich mehrere Stunden dabei gefilmt, wie ich in zwei Deko-Laternen die Geburt Jesu einmal als Winterszene und einmal als Bayerische Krippe gestalte“.

In drei Kellerräumen lagern alle die von ihm zum Bau benötigten Utensilien wie Laternen, Figuren, Moos, Äste, Perlen, Hintergrundbilder, Beleuchtungen und das entsprechende Werkzeug. Überall riecht es nach Lack, Holz und Kleber. Der vierte Raum ist das als Werkstatt genutzte „Krippenstüberl“. Hier musste Fütterer dem Fernseh-Team während der Bastelarbeit auch alle die Arbeitsgänge erklären, die für die Herstellung solcher kleinen und großen Unikate nötig sind. Im Interview musste Fütterer erzählen, woher die Idee einer Laternenkrippe stammt. „Vor acht Jahren habe ich Laternenkrippen in einem Fachgeschäft in Sterzing/Südtirol gesehen“, so Fütterer, „dort hole ich mir die von einer Bozner Firma handbemalten Figuren“. Auf seine Nachfrage, woher die Krippen kommen, erfuhr Fütterer, dass sie von umliegenden Bauernhöfen stammen. „Wenn Kinder aus dem Elternhaus ausziehen, bekommen sie oft eine kleine Laternenkrippe mit“, ließ der Ladeninhaber wissen, „weil am neuen Wohnort die Aufstellung einer großen Krippe meist aus Platzgründen nicht möglich ist“.

Mittlerweile ist Fütterer’s Keller voll mit Laternenkrippen. Interessenten können sich bei ihm unter der Rufnummer 0 88 23/39 47 melden. „Ich fertige aber auch Krippen in mitgebrachten Laternen und nach besonderem Wunsch an“. Dem Fernsehteam fiel nach den Dreharbeiten noch der neben seinem Wohnhaus in der Rehbergstraße 50 mit Figuren und Beleuchtung bestückte „Krippenstadl“ auf. „Da heuer wegen der verschärften Corona-Schutzbestimmungen ein Sängerauftritt der Karwendelchor-Minis mit Leiterin Margarete Fischer ausfallen muss“, erklärt Fütterer als Vorsitzender des Karwendelchors, „will Filmemacher Neumann 2021 noch einmal nach Mittenwald kommen und einen weiteren Filmbeitrag unter dem Motto Adventsfenster produzieren“. Zunächst ist aber erst der Beitrag über den „Laternenkrippenbauer Fütterer“ am Donnerstag, 24. Dezember (Heiligabend), geplant. Er soll vom Bayerischen Fernsehen in der um 13 Uhr beginnenden Adventssendung ausgestrahlt werden. kun

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