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Lawinenabgang am Ettaler Mandl: Zwei Verletzte

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Bergwacht Oberau
Die Bergretter verblieben zunächst an der Einsatzstelle und suchten den Lawinenkegel nach weiteren Personen ab, konnten jedoch keine Feststellung machen. © Bergwacht Oberau

Oberau - Am Samstag, den 12. Februar, wurde die Bergwacht Oberau um 13:32 Uhr zu einem Lawinenabgang im südlichen Bereich des Ettaler Mandls alarmiert. Ein Paar aus dem Landkreis Aichach-Friedberg geriet auf dem Zustieg zum Ettaler Mandl in eine Lawine, die die beiden Wanderer ca. 100 m mitriss. Beide wurden teilverschüttet und zogen sich Verletzungen zu, konnten den Notruf aber selbständig absetzen.

Noch während der Einsatzannahme durch den Oberauer Einsatzleiter boten die Kameraden der Bergwacht Oberammergau, welche sich zufällig mit einer Mannschaft an ihrer Wache befanden, ihre Unterstützung an. Nur wenige Minuten nach Alarmierung konnten bereits die ersten Einsatzkräfte mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau an die Einsatzstelle geflogen werden. Nach Erkundung aus der Luft und Klärung der Sicherheit vor weiteren Lawinen, wurden die Retter bei der ersten verletzten Person abgesetzt und begannen umgehend mit der Versorgung. Die zweite Person konnte weit ab von der ersten, ca. 50 Höhenmeter weiter oben, aufgefunden werden. Ein weiteres Rettungsteam mit einem Bergwacht-Notarzt wurde von Oberau mit dem Hubschrauber an die Einsatzstelle gebracht.

Nach medizinischer Erstversorgung an der Unfallstelle wurde ein Patient nach Oberau geflogen und von dort mit dem Rettungswagen in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen gefahren. Die zweite Person wurde direkt mit dem Rettungshubschrauber in die BG Unfallklinik Murnau transportiert.

Die Bergretter verblieben zunächst an der Einsatzstelle und suchten den Lawinenkegel nach weiteren Personen ab, konnten jedoch keine Feststellung machen. Zur Unterstützung und Dokumentation war zudem ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Zwei Lawinenhundeführer der Lawinenhundestaffel Hochland waren an der Bergrettungswache Oberammergau in Bereitschaft, wurden jedoch nicht mehr auf der Lawine benötigt. Insgesamt waren 24 Einsatzkräfte der Bergwacht, zwei Lawinenhunde, die Crew des Christoph Murnau und eines Polizeihubschraubers, sowie die Alpine Einsatzgruppe der Polizei an dem Einsatz beteiligt. kb

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