Drei Hubschrauber, 30 Bergwacht-Einsatzkräfte und Lawinensuchhunde im Einsatz

Lawinenabgang unterhalb der Zugspitze in Grainau

Hubschrauberlandung
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Drei Hubschrauber, 30 Bergwacht-Einsatzkräfte und Lawinensuchhunde wurden zum Einsatz hinzugezogen.

Grainau - Am Samstagnachmittag ging am Fuße der Zugspitze eine Lawine ab. Man musste davon ausgehen, dass sich drei Personen in der Lawine befinden und etvl. verschüttet sind. Ein Augenzeuge hat kurz zuvor noch drei Tourengeher gesehen, die nach der Staublawine nicht mehr aufzufinden waren.

Bergwacht und Polizei wurden umgehend alarmiert. Das Suchgebiet, welches sich nahe der österreichischen Landesgrenze befand, wurde vom Hubschrauber aus mittels LVS-Gerät mehrmals ergebnislos abgesucht. Hierbei konnten auch keine optischen Feststellungen gemacht  werden. Durch erfahrene Kräfte der Bergwacht und der Alpinpolizei wurde die Einsatzstelle mehrfach abgesucht. Es hatte sich bei der Lawine um kein klassisches Schneebrett, sondern um eine Staublawine gehandelt, welche über die darüber liegende Felswand heruntergekommen war. Daher gab es auch keinen klassischen Lawinenkegel zur Absuche.

Auf dem heruntergekommenen Schnee waren mehrere Skispuren zu sehen, welche sowohl hinein, wie auch wieder heraus führten. Es gab somit keinen Hinweis vor Ort, welcher die Beobachtung des Mitteilers bestätigt hätte. In gemeinsamer Absprache zwischen Polizei und Bergwacht wurden die Suchmaßnahmen daher eingestellt, da von keiner Verschüttung ausgegangen wird. Vor Ort war die Bergwacht Grainau mit 30 Mann im Einsatz. Unterstützt wurde sie durch die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Alpine Einsatzgruppe der bayerischen Polizei beteiligte sich ebenfalls an der Suche. Neben zwei bayerischen Hubschraubern befand sich auch der RK2 aus Reutte im Einsatz.

Trotz der Lawinenwarnstufe 4 bewegen sich immer mehr Menschen auf die gefährlichen Pisten.Die Polizei rät dringend davon ab, bei den aktuell sehr gefährlichen Bedingungen Skitouren im freien Gelände zu unternehmen. Es wird dabei auf die täglich aktuellen Berichte der bayerischen Lawinenwarnzentrale verwiesen, welche für die Tourenplanung beachtet werden sollten. kb

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