Geschlossene Schulen und hohe Lawinengefahr in ganz Bayern

Kräftig eingeschneit

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Vorsicht ist angesagt, sowohl auf den Straßen als auch am Berg. Im gesamten bayerischen Alpenraum wurde Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen.

Der Schnee ist das beherrschende Thema dieser Tage. Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen machen sich nun die Folgen der andauernden Schneefälle bemerkbar. 

Im Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde der Schulbetrieb für die ganze Woche eingestellt und die knapp 870 Einwohner der tiefverschneiten Jachenau mussten sich darauf einrichten, von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Die Hauptzufahrt über Lenggries musste wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auch die Ausweich-Zufahrt über das Süd­ufer Walchensee drohte unpassierbar zu werden. Die Jachenauer Feuerwehr hatte deshalb bereits am Mittwoch ausreichend Lebensmittelvorräte rangeholt und das Rote Kreuz ein Team von Sanitätern mit Krankenwagen in der Jachenau stationiert. So arg hat es unseren Landkreis nicht erwischt, doch die Winter- und Räumdienste waren vor allem am Donnerstag stark gefordert. Aufgrund der anhaltenden Schneefälle entschied das Landratsamt, die Schulen am Donnerstag und Freitag geschlossen zu halten. Eine richtige Entscheidung, denn die Verkehrsverhältnisse waren vor allem am Donnerstag winterlich und es kam zu entsprechenden Verzögerungen. In den Bergen gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage und vereinzelter Sturmböen oberhalb 1500 Metern entscheidet die Bayerische Zugspitzbahn Berg­bahn AG tagesaktuell, welche Lifte, Berg­bahnen und Pisten geöffnet werden. Wintersportler können sich über das Internet informieren – das gilt auch für die weiteren Skigebiete in der Region. Die winterlichen Straßenverhältnisse führten am Donnerstag zu meist kleineren Unfällen mit Blechschäden. Der Grenz­übergang Mittenwald – Scharnitz ist wegen Lawinengefahr seit einer Woche gesperrt, betroffen ist hier ebenso die Bahnstrecke. Gesperrt wegen Lawinengefahr wurde auch die Mautstraße Wallgau – Vorderriß. Die Straße von Bad Bayersoien nach Kalkofen ist wegen Schneebruch unpassierbar und für die Staatsstraße zwischen Mittenwald und dem Grenz­übergang Leutasch besteht Schneekettenpflicht. Am Freitag werden laut Wetterbericht die Schneefälle eine Pause einlegen, doch schon am Wochenende sollen noch einmal Schnee und in tieferen Lagen Regen folgen. tra

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