Vor 75 Jahren in Farchant gegründet

Lawinenhundestaffel Hochland ist an 365 Tagen im Jahr in Rufbereitschaft

Lawinenhund
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Des Menschen bester Freund – und sein Lebensretter. Bei der Lawinenhundestaffel Hochland sind die Hunde unverzichtbar.

Region - Ronja, Chili, Floki und viele weitere Vierbeiner sind zur Stelle, wenn ein Retter in Bergnot gebraucht wird. Denn sie sind die Lawinenhunde der Lawinenhundestaffel Hochland der Bergwacht Bayern. Die Hunde und ihre Führer unter Leitung von Staffelleiter Günter Fleischer sind 365 Tage im Jahr in Rufbereitschaft, um von Lawinen verschüttete Menschen oder vermisste Bergsteiger zu retten. 

Die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Eva Gottstein, hatte das Jahresende zum Anlass genommen, um die Lawinenhundestaffel Hochland zum „Ehrenamt der Woche“ zu küren. Die Lawinenhundeführer der Region Hochland der Bergwacht Bayern mit ihren 20 Mitgliedern sind 365 Tage im Jahr täglich 24 Stunden vom Zugspitzmassiv über das Mangfallgebirge bis zu den Chiemgauer Alpen einsatzbereit. Im Sommer suchen die Teams der Lawinensuchhundestaffel vermisste Wanderer und Bergsteiger, im Winter werden die Experten zu Lawinenabgängen gerufen, um Verschüttete zu retten. Ausgebildete Suchhunde können einen Menschen noch unter bis zu fünf Meter hohen Schnee wittern, deshalb sind sie trotz moderner Technik unverzichtbar und immer das erste Einsatzmittel bei einem Lawinenunfall.

Die Lawinenhundestaffel Hochland wurde vor etwa 75 Jahren in Farchant gegründet und hat derzeit 19 aktive und ein passives Mitglied. Nur fertig ausgebildete Bergwachtler können die vierjährige Ausbildung zum Lawinensuchhundeführer absolvieren. Die Hunde sind privater Besitz der Hundeführer und im täglichen Leben der Hundeführer ständiger Begleiter. Für die Hunde beginnt die Ausbildung als Junghund im Alter von etwa sechs Monaten, ab diesem Alter lernen sie spielerisch eine vermisste oder verschüttete Person zu suchen. Ab dann wird die Ausbildung immer weiter gesteigert und die Tiere arbeiten sich durch die Stufen A-, B-, C- und CW-Hund. Zweimal pro Jahr absolviert das eingespielte Mensch/Hund-Team eine Prüfung – ist der Hund bereits ein CW-Hund, erfolgt die Prüfung nur noch jährlich. Für die durchschnittlich 15 Einsätze im Jahr pro Hund-Mensch-Team, trainieren die Tiere mit ihren ehrenamtlichen Frauchen und Herrchen mindestens einmal pro Woche. tra

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