Die Grenzpolizei Murnau am Staffelsee konnte die Kräutermischungen sicherstellen

„Legal Highs“ am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

„Legal Highs“
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Kräutermischungen, denen synthetische Wirkstoffe beigesetzt sind, gehören zu den Neuen psychoaktiven Stoffen (NpS), auch verharmlosend als „Legal Highs“ bezeichnet. Bunte Verpackungen und kreative Bezeichnungen sollen einen harmlosen Eindruck der NpS vermitteln und insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen.

Garmisch-Partenkirchen - Am Dienstagnachmittag, den 12. Januar, um 14:00 Uhr, fielen den Schleierfahndern der Grenzpolizei Murnau am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen ein 49-jähriger türkischer Arbeitsloser und eine weitere Person auf. Bei der Kontrolle und der anschließenden Personendurchsuchung konnte eine Tüte mit einer „Kräutermischung“, sogenannten „Legal Highs“ (Illegale synthetische Drogen), in der Hosentasche des 49-jährigen aufgefunden werden.

Gleichzeitig beobachteten die Schleierfahnder, wie ein 39-jähriger Kfz-Mechaniker, der ebenfalls zu den beiden Personen der Kontrolle gehörte, mit mehreren Paketen aus der Post kam. Wie sich weiter herausstellen sollte, ließ sich der Kfz-Mechaniker über das Internet drei Pakete „Kräutermischungen“ per Post zustellen. Der Kfz-Mechaniker benötigte die Kräutermischung zum Kochen, so jedenfalls wollte er die Schleierfahnder von seiner Unschuld überzeugen. Im Fahrzeug des Kfz-Mechanikers konnte noch einen Vielzahl von leeren Drogenverpackungen aufgefunden werden. Diesbezüglich sind noch weitere Ermittlungen der Grenzpolizei erforderlich. Die Kräutermischungen wurden von den Grenzpolizisten aus Murnau eingezogen und Strafverfahren gegen beide Beschuldigte eingeleitet. Das Bild zeigt die sichergestellten Kräutermischungen.

Präventionshinweis:

Kräutermischungen, denen synthetische Wirkstoffe beigesetzt sind, gehören zu den Neuen psychoaktiven Stoffen (NpS), auch verharmlosend als „Legal Highs“ bezeichnet. Bunte Verpackungen und kreative Bezeichnungen sollen einen harmlosen Eindruck der NpS vermitteln und insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen. Das Gesundheitsrisiko ist jedoch unkalkulierbar, da die Inhaltsstoffe auf der Verpackung häufig unvollständig oder sogar falsch angegeben werden. Es kann beispielsweise zu Übelkeit und Erbrechen, Wahnvorstellungen oder auch zu Kreislaufzusammenbrüchen und Atemausfällen und sogar zu Todesfällen kommen. Wer mit NpS handelt oder diese an andere Personen abgibt, kann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Es gibt eine Reihe von Anlauf- und Beratungsstellen, die Ihnen bei der Beantwortung von Fragen behilflich sein können und bei denen Sie Rat und Hilfe finden. kb

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