Einschätzung nach "Ampelregelung"

125. Lehrgang für Atemschutzgeräteträger

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Die Lehrgangsteilnehmer, eingerahmt von (links): Landrat Anton Speer, Kreisbrandrat Johann Eitzenberger, Ehrenkreisbrandmeister (ehem. Leiter Atemschutz-Zentrum) Peter Gaus, Kreisbrandmeister Peter Gröbl. In der Bildmitte: Kreisbrandmeister Josef Wakolbinger (Leiter Atemschutz-Zentrum). Rechts neben den Teilnehmern: In der Mitte: Lehrgangsleiter, Kreisbrandmeister Josef Wakolbinger (Leiter Atemschutz-Zentrum). Rechts neben den Teilnehmern (v. li.): Markus Eschenlohr, Matthias Bader, Johann Seeberger, Hansjörg Schrallhammer und Josef Keller jun.

GAP – Eine Brandbekämpfung ohne Atemschutzgeräte ist heutzutage undenkbar. Darum entschloss sich der Landkreis Garmisch-Partenkirchen bereits vor fast 30 Jahren, ein Atemschutz-Zentrum für die Feuerwehren der Landkreisgemeinden einzurichten. In der Ausbildungseinrichtung, die im Haus der Feuerwehr Garmisch untergebracht ist, wurden seit 1990 bereits über 1.470 Kameraden im richtigen Umgang mit den Atemschutzgeräten geschult.

Vor kurzem nun haben 13 Kameraden mehrerer Feuerwehren des Landkreises den 125. Lehrgang für Atemschutzgeräteträger mit Erfolg abgeschlossen. Der 31-stündige Lehrgang war zugleich der erste, der im Landkreis Garmisch-Partenkirchen nach den Vorgaben des neuen Ausbilderleitfadens der Staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns ausgeführt wurde.

Der Inhalt des neuen Lehrgangs umfasst, neben der bisher geschulten richtigen Handhabung der Atemschutzausrüstung, nun auch die Bereiche Schlauchmanagement, Hohlstrahlrohrtraining sowie persönliche Schutzausrüstung. Die wesentliche Neuerung des Lehrgangs war die bayernweit neu eingeführte „Ampelregelung“, die dem Angriffstrupp eine einfache Entscheidungshilfe an die Hand gibt. Unterscheidungskriterien für die drei Fälle "Grün" = keine Gefahr, "Gelb" = wahrscheinlich Gefahr und "Rot" = sehr hohe Gefahr einer extremen Brandausbreitung, sollen dem Atemschutzgeräteträger helfen, die Risiken beim Einsatz besser einzuschätzen und mit angepasstem Wassereinsatz weiter in den Brandraum vorzugehen. Landrat Anton Speer und Kreisbrandrat Johann Eitzenberger nahmen das Jubiläum gerne zum Anlass, den Lehrgangsteilnehmern zu gratulieren und bedankten sich, dass sich die Schulungsteilnehmer den hohen Anforderungen gestellt haben und ihre Freizeit für den Lehrgang opferten. Weiterer Dank galt dem Ausbilderteam unter der Leitung von Kreisbrandmeister Josef Wakolbinger und seinem Stellvertreter Johann Seeberger.

Voll im Einsatz: Bilder zum Lehrgang für Atemschutzgeräteträger

 © Sehr
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Nachdem die Durchführung der Lehrgänge vor Ort – also in der Freizeit der Feuerwehrmänner – erfolgt, und nicht wie sonst üblich an den Staatlichen Feuerwehrschulen, ersparten sich die Gemeinden des Landkreises seit 1990 eine Verdienstausfall­erstattungen von mehr als 1,8 Millionen Euro, wenn man einen Stundensatz von durchschnittlich 50 Euro einschließlich Sozialversicherungsanteile zugrunde legt.

von Kreisbote

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