Leistungsfähigkeit zertifiziert – Prüfverfahren für minimal-invasive Chirurgie erfolgreich abgeschlossen

Die Zertifizierung ist geschafft. Darüber freuen sich (v.li.) Dr. Martin Rothe (Geschäftsführender Oberarzt), Chefarzt Dr. Holger Vogelsang, Landrat Harald Kühn, Klinikums-Geschäftsführer Wolfgang Türk und der Ärztliche Direktor, Dr. Johann Meierhofer. Foto: Edenhofer

Minimal-Invasive-Chirurgie, im Volksmund auch „Schlüsselochchirurgie“ genannt, ist eine chirurgische Operationstechnik, bei der über kleine Schnitte mit verlängerten Instrumenten und eingeführter Kamera das Operationsgebiet über einen Bildschirm dargestellt wird, sodass die Operation ohne die üblichen größeren Schnittführungen durchgeführt werden kann.

Die Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Endokrine Chirurgie (chirurgische Eingriffe vorwiegend am Hals, Brustkorb und im Bauchraum) am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist nun für drei Jahre als Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie zertifiziert worden. Und zwar „ das gesamte Team“ wie Chefarzt Privatdozent Dr. Holger Vogelsang betont. Dazu gehören neben dem Chefarzt, der geschäftsführende Oberarzt Dr. Martin Rothe sowie die Oberärzte MU Dr. Peter Lehocky und Dr. Susanne Bayerköhler. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Gesundheits- region Garmisch-Partenkirchen,“ zeigte sich Landrat Harald Kühn erfreut. Um eine Zertifizierung zu erhalten, müssen eine Reihe von Bewertungskriterien erfüllt werden. Galt früher das Zertifikat „nur für den einzelnen Chirurg“, so muss sich heute das ganze Team dem Visitationsbesuch eines Prüfers stellen, erklärt der Geschäftsführende Oberarzt Dr. Martin Rothe: „Das ist aufwendiger, aber sehr viel ehrlicher.“ Neben dem Training und der Ausbildung der Chirurgen und des Assistenzpersonals wird besonderes Augenmerk auf die tech- nische Einrichtung der Operationssäle gelegt. Seit August 2009 ermöglichen zwei sogenannte „High Tech-Operationssäle“ mit einem Investitionsvolumen von 700000 Euro eine konventionelle wie minimal-invasive Chirurgie auf höchstem Niveau. „Diese hochmodernen Operationssäle erleichtern nicht nur den Operateuren und Anästhesisten die Arbeit,“ unterstreicht der Ärztliche Direktor Dr. Johann Meierhofer. „Sie bieten den Patienten auch ein zusätzliches Maß an Sicherheit.“ Für die Patienten bedeuten Eingriffe durch minimal-invasive Chirurgie weniger Schmerzen nach der Operation und eine schnellere Erholung, mit einem häufig auch kürzeren Krankenhausaufenthalt, weiß Chefarzt Dr. Vogelsang. Bundesweit gibt es bisher nur 28 zertifizierte Zentren. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist eines davon. „Ein wichtiges Qualitätsmerkmal“, hebt Klinikums-Geschäftsführer Wolfgang Türk zufrieden hervor.

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