Herausgeputzte Reiter, Pferde und Kutschen: Seit 28 Jahren wird auch im Kreisort eine Wallfahrt organisiert

Leonhardi auch in Garmisch-Partenkirchen

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Seit 28 Jahren gibt es den Leonhardiritt in Garmisch-Partenkirchen.

GAP – „Es ist toll, dass es den Leonhardiritt nicht nur in Bad Tölz, Unterammergau oder Murnau gibt, sonder auch hier bei uns“, meinte Adelgunde Pfeuffer. Die Garmisch-Partenkirchnerin bewunderte vom Straßenrand der Ludwigstraße aus die herausgeputzten Reiter und Pferde.

„Ich wohne um die Ecke und lasse mir dieses faszinierende Schauspiel fast nie entgehen“, verriet sie. Bei goldgelbem Herbstwetter, das sich wie Frühling anfühlte, säumten hunderte Besucher die Wegesränder in der Marktgemeinde, an denen der Zug vorbeikam. Aus Seefeld / Tirol war Pia Kluckner angereist, „ich habe selber Pferde und bin oft beim Leonhardiritt in Mittenwald aktiv dabei“, erklärte die 50jährige gelernte Mechanikerin. Weil die Pferde bei solch einem Ereignis erfahrungsgemäß immer sehr aufgeregt seien, „ist es wichtig, dass möglichst nur ruhige, ausgeglichene Vierbeiner bei solch einer Prozession mitlaufen, die sich auch von der Musik nicht erschrecken lassen“, erläuterte die Insiderin.

Seit 28 Jahren gehört der Leonhardi-Ritt zu Ehren des Heiligen Leonhards für den Verein Pferdefreunde Werdenfels e.V. Garmisch-Partenkirchen nun schon zur guten Tradition. Monatelang hatte man darauf hingefiebert, vieles musste organisert und vorbereitet werden, und die beiden Vereinsvorsitzenden Nadine Fischer und Steffi Seitz hatten alle Hände voll zu tun. Dass dieser Sonntag vielen Einheimischen wie Touristen sicher in bester Erinnerung bleiben wird, ist nicht zuletzt ihnen und ihren Mitstreitern aus dem Verein zu verdanken. Sie hatten gemeinsam die etwa 30 Pferde mit Nelken und Rosen geschmückt, die Mähnen gekämmt und die Hufe beschlagen lassen. Die zahlreichen Gäste bewunderten auch die zehn herausgeputzten Kutschen auf ihrem Weg vom Eisstadion Garmisch zum Schützenhaus in Partenkirchen. Hier versammelte sich der Tross zur feierlichen Segnung der Rösser.„Es ist schön, wenn an diesem Tag immer alle aus der großen Reiterfamilie zusammenkommen, auch wenn mein Pferd mit seinen 24 Jahren inzwischen zu alt ist, um hier dabei zu sein“, bedauerte Marion Grasegger aus Garmisch-Partenkirchen, die sich unter die Gäste gemischt hatte. Wie sie saßen am Ende noch viele Besucher und Pferdefreunde gemeinsam bei Kaffee und Kuchen im Vereinsheim des TSVP zusammen.

von Barbara Falkenberg

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