0,02 Sekunden Vorsprung auf Sofia Goggia beim Rennen am Samstag

Lindsey Vonn gewinnt die Sprint-Abfahrt

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Die Fans waren von den knappen Ergebnissen begeistert

GAP – Es war knapp, doch am Ende reichte es für Lindsey Vonn. Sie holte am Samstag ihren 80. Sieg im Weltcup. Bei der Sprint-Abfahrt siegt sie in 1:12,84 Minuten vor der Italienerin Sofia Goggia, die 0,02 Sekunden mehr benötigte und Österreichs Cornelia Hütter.

„Ich mag es hier. Ich weiß einfach, wo ich die Geschwindigkeit mitnehmen kann“, sagte Vonn. „Es fühlt sich hier wie ein Heimrennen an, da ich hier viel Unterstützung bekomme.“ Zu ihrer eigenen Fahrt meinte sie: „Diese Strecke ist eigentlich nicht gut für meine Technik, aber deswegen weiß ich trotzdem, wie ich fahren muss und wie ich meine Linie treffen muss. Aber es ist nicht einfach für mich, es ist sehr dunkel und sehr unruhig. Aber für mein rechtes Knie ist es eine Herausforderung. Die Kandahar ist eine der schwierigsten Strecken für mich.“ Goggia, die in dieser Saison die Nummer eins im Abfahrts-Weltcup ist, meinte über die Siegerin:„Ich wusste, dass sie sehr gefährlich sein wird. Wir haben uns am Start noch abgeklatscht, aber es ist natürlich auch eine Rivalität. Das ist das Schöne, aber auch das Gefährliche.“

Cornelia Hütter sagte: „Der Start war mein einziger Fehler vom ganzen Lauf. Bei flachen Starts tue ich mich einfach immer schwerer. Aber ich bin richtig zufrieden, wie ich die Hölle gefahren bin. Das hat sich richtig gut angefühlt.“

Viktoria Rebensburg fuhr bei ihrer ersten Abfahrt nach zwei Monaten Pause auf Platz elf. Ein Fehler im oberen Streckenteil verhinderte eine bessere Platzierung. „Ich hatte ja vorher gesagt, dass ich platzierungsmäßig keine großen Erwartungen habe. Teilweise war es gut, aber die Ski müssen mehr nach unten zeigen, damit ich mehr Tempo aufbauen kann“, sagte die Riesenslalom-Olympiasiegerin aus Kreuth. „Es gehört zur Abfahrt dazu, dass es nur ein längerer Lauf ist. Aber im Endeffekt hatten wir ja auch zwei Durchgänge – es hat halt nur einer gezählt“, sagte Viktoria Rebensburg, nachdem am Vormittag noch ein Trainingslauf durchgeführt wurde.

Weltcup-Punkte sammelten auch Patrizia Dorsch (Schellenberg) auf Platz 19. „Ich bin wahnsinnig erleichtert, endlich in einem Wettkampf mal zeigen zu können, was im Training immer gut funktioniert. Ich bin sehr glücklich mit meiner Leistung.“ Meike Pfister (Krumbach) kam auf Rang 27: „Ich kann mich nicht beschweren. Ich habe meine ersten Weltcup-Punkte und meine Leistung einigermaßen abgerufen. Es ist sehr cool, hier teilzunehmen, vor allem im eigenen Land.“ Kira Weidle (Starnberg) verpasste mit Platz 34 die Punkte-Ränge, Michaela Wenig (Lenggries) schied aus.

von Titus Fischer

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