"Magdalena ist ein Glücksfall für den Sport in Bayern!" – Bayerischer Sportpreis 2012 für Magdalena Neuner neben Andreas Köpke und Greuther Fürth

Magdalena Neuner (im Dirndl) bekam vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (re. daneben) den bayerischen Sportpreis überreicht. 2004 bekam sie ihn schon als „Herausragende Nachwuchssportlerin“. Fotos (2): Titus Fischer

Eine tolle Auszeichnung gab es am vergangenen Sonntagabend für Magdalena Neuner. Die Wallgauerin bekam in München den Bayerischen Sportpreis 2012 in der Kategorie „Persönliche Preisträger des Bayerischen Ministerpräsidenten“ verliehen.

„Magdalena Neuner ist ein Glücksfall für den Sport in Bayern“, lobte Ministerpräsident Horst Seehofer die Rekordweltmeisterin. „Sie überzeugt mit ihren zahlreichen und beeindruckenden Erfolgen in einer knapp sechsjährigen Biathlonkarriere, ihrer stets freundlichen, natürlichen Art und ihrer Geradlinigkeit. Sie ist sich immer treu geblieben und dazu passt auch die Entscheidung, ihre sportliche Karriere auf dem Höhepunkt zu beenden.“ Dies gelinge den meisten Politikern nicht, scherzte Seehofer. „Magdalena Neuner hat unseren Respekt und unsere Anerkennung mehr als verdient. Sie ist eines der größten sportlichen Talente, das wir in Bayern und Deutschland jemals hatten. Sie ist aber nicht nur eine Vorzeigeathletin, sondern eine sympathische Botschafterin Bayerns – bodenständig und weltoffen.“ 2004 hatte Neuner den Preis ebenfalls erhalten – damals in der Kategorie „Herausragende Nachwuchssportlerin“. Daran erinnerte sie sich auch in den Dankesworten. „Ich bin fast sprachlos. Ich fühle mich wie in einer Zeitmaschine. Damals hatte ich als Unterstützung noch eine ganze Abordnung aus meinem Heimatort dabei“, so die Ausnahmebiathletin. „Für mich ist das keine Ewigkeit her, es erscheint mir, als wäre es gestern gewesen.“ Über den Preis freute sie sich sehr: „Es ist mir eine riesige Ehre, dass ich diesen Preis erhalte, das ist das i-Tüpfelchen auf meiner Karriere.” Welch würdige Preisträgerin Neuner ist, zeigte die Reaktion der Zuschauer in der BMW-Welt: Sie gaben standing ovation. Neben Neuner lobte der Ministerpräsident Horst Seehofer auch das Team der Spielvereinigung Greuther Fürth. „Fürth gehört zu den traditionsreichsten Fußballvereinen Deutschlands und hat mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga bayerische Träume wahr werden lassen. Der Aufstieg der Fürther war ein starker Beitrag Frankens zur bayerischsten Bundesliga aller Zeiten. Denn in Zukunft wird es zwölf bayerische Derbys pro Bundesliga-Saison geben!“ Für wen er dann die Daumen drücke, habe er auch schon entschieden: „Immer für die Heimmannschaft, dann kommt jeder gleich oft dran“, betonte Seehofer. „Der Bayerische Sportpreis ist ein Highlight im bundesdeutschen Sportkalender ebenso wie im Terminkalender des Bayerischen Ministerpräsidenten. Vor Beginn der neuen Saison sagen wir unseren Sportlerinnen und Sportlern mit der Verleihung des Bayerischen Sportpreises Dank und Anerkennung. Bayern ist stolz auf seine Sportlerinnen und Sportler, auf ihre sportlichen Erfolge, auf ihre Leistungsbereitschaft und auf das große Engagement, das sie an den Tag legen.“ Doch dies sei nicht alles, so Seehofer: „Der Bayerische Sportpreis will aber noch mehr. Er schlägt Brücken zwischen der Welt des Hochleistungssports und dem Leben danach, zwischen körperlicher Höchstleistung und sozialem Engagement. Dieser Preis steht für Leistung und soziales Miteinander, für Erfolg und Engagement. Der Bayerische Sportpreis ist wie Bayern – weiß und blau.“ Für sein „Sportliches Lebenswerk“ wurde Torwartnationaltrainer Andreas Köpke geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Eishockey-Urgestein Alois Schloder (Hochleistungssportler plus) sowie Golferin Antonia Scherer und Motorrad-As Stefan Bradl (Herausragende Nachwuchssportler). Regisseur Sebastian Dehnhardt erhielt den Preis für eine „Herausragende Präsentation im Sport“. Er hatte mit dem Dokumentarfilm „Klitschko“ großen Erfolg in den Kinos. DTM (Deutsche Tourenwagen Masters)-Champ Martin Tomczyk bekam den Preis in der Kategorie „Botschafter des Bayerischen Sports“. Als „Herausragender Förderer des Sports“ wurden die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden ausgezeichnet, Kevin Neuner bekam dabei den „Jetzt-erst-recht-Preis“. Der 21-Jährige ist der Jüngste der „Special Olympics Bayern“-Athletensprecher. Die feierliche Preisverleihung wurde von Markus Othmer moderiert. Erich Kühnhackl, Howard Carpendale, Wolfgang Fiereck, Hilde Gerg, Felix Loch, Katrin Müller-Hihenstein, Wladimir Klitschko, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Christina Surer haben den Preisträgern als ebenso launige wie prominente Laudatorinnen und Laudatoren die Ehre erwiesen. Die Band „Silbermond“ sorgte für die musikalische Unterhaltung und präsentierte Erfolgshits. Der Bayerische Sportpreis, der in den einzelnen Kategorien mit jeweils 5000 Euro dotiert ist, wird seit 2002 vergeben und gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen im deutschen Sport. Neben Neuner, die den Preis schon 2004 als „Herausragende Nachwuchssportlerin “ erhalten hatte, gibt es in der Geschichte weitere Preisträgerinnen und Preisträger aus der Region: 2002 Maria Höfl-Riesch sowie 2009 Miriam Gössner in der Kategorie „Herausragende Nachwuchssportlerin“, 2003 Felix Neureuther und 2005 Christoph Gaisreiter jeweils in der Kategorie „Herausragender Nachwuchssportler“. 2007 erhielt Christian Neureuther die Auszeichnung in der Kategorie „Innovation im Sport“ wegen des Nordic Walkings und 2009 Rosi Mittermaier (Persönlicher Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten). Im selben Jahr wurde Maria Höfl-Riesch mit dem Sonderpreis für besondere Verdienste im Sportjahr 2009 ausgezeichnet, 2010 bekamen darüber hinaus Marina Beck, Miriam Gössner, Magdalena Neuner und Maria Höfl-Riesch den Sonderpreis für besondere Verdienste bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver überreicht.

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