Die kleinen weißen Hunde werden im Tierheim Garmisch-Partenkirchen versorgt

Rettung von 18 Malteser-Hunden

Malteser Hunde
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Der Pflegeaufwand ist hoch, um Spenden wird gebeten. Im Bild sieben von 18 geretteten Hunden.

GAP - Tessy Lödermann, die 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen e.V., wurde über einen Tierschutzfall im Raum Bad Tölz informiert. Die 18 aufgefundenen Malteser Hunde, die sich in einem katastrophalen Zustand befanden, werden jetzt im Tierheim versorgt. 

Bereits am 20. November 2020 wurde Tessy Lödermann von Myriam Kohler von der „Katzenbergung Wolfratshausen-Geretsried“ über einen denkwürdigen Tierschutzfall im Raum Bad Tölz informiert und sagte sofort ihre Unterstützung zu. Eine Frau und ihr erwachsener Sohn wurden Ende August zwangsgeräumt und hausten dann mit einer ganzen Schar kleiner, weißer Hunde im Wald an diversen Lagerplätzen. In zeitlichen Abständen tauchten fünf der Hunde auf. Zwei kamen als Fundhunde ins Tierheim Bad Tölz. Am 30. November entdeckten Tierschützer und die Polizei zwei weitere Malteser Hunde, die ins Garmischer Tierheim gebracht wurden. Die Hunde hatten sich kleine Nester im Wald gebaut, um sich vor der Kälte zu schützen.

Nachdem die Tierhalter wie vom Erdboden verschluckt waren, organisierte Myriam Kohler eine große Suchaktion. Förster und Jäger wurden informiert, die Loi­sachtaler Rehkitzrettung beflog Waldgebiete mit Drohnen und eine Bereitschaftsstaffel der Polizei durchsuchte zu Fuß ein Waldgebiet. Am 2. Dezember kam dann die Wende. Gegenüber dem Veterinäramt Bad Tölz erklärte sich die 54-jährige Halterin bereit, dem Amtstierarzt die restlichen Hunde zu übergeben. Beim Übergabetreffen hatte die Frau fünf Hunde dabei, erschien aber nicht am vereinbarten Treffpunkt mit den weiteren Hunden. Bei der Polizei ging dann ein Hinweis ein, dass die Frau sich an einem Stadel aufhalte.

Polizei, Veterinäramt und Tierschützer machten sich sofort auf den Weg und fanden die Frau in dem Heustadel mit weiteren elf Hunden. Diese übergab sie dem Amtstierarzt – alle 16 Hunde wurden ins Tierheim nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Damit hat das hiesige Tierheim nun 18 von 21 Maltesern in seiner Obhut. „Alle Hunde sind in einem katastrophalen Zustand. Verfilztes Fell, schlechter Ernährungszustand, überlange Krallen, vereiterte Ohren und Zähne zeigen, dass die Tiere jahrelang vernachlässigt wurden,“ so die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Tessy Lödermann.

Für die Tierpflegerinnen und die Tierärzte bedeutet dies jede Menge Arbeit und für den Tierschutzverein erhebliche Kosten für Zahnsanierungen, Parasitenbekämpfung, Impfungen, Kastrationen usw. Erfreulich ist, dass der Grainauer Hundesalon „Paw Spa“ ehrenamtlich Fell-, Ohren- und Augenpflege leistet. Vermittlungsanfragen können derzeit noch nicht angenommen werden, da das Eigentumsrecht noch nicht geklärt und die Hunde erst einmal intensiv gepflegt und behandelt werden müssen. Die Tölzer Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und auch Tessy Lödermann wird Strafanzeige erstatten mit dem Ziel, ein Tierhalteverbot für die Halter zu erreichen. Spenden für die Behandlung und Versorgung der Hunde werden erbeten: Tierheim Garmisch, DE 03 7035 0000 0000 0460 03 (Verwendungszweck „Malteser“). tra

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