Kulturkreis Mittenwald-Krün-Wallgau lud Manfred Asals ein

Evergreens und Zauberei

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Manfred Asal überzeugte das Publikum mit einer unterhaltsamen Show.

Mittenwald – Manfred Asals Gitarrenauftritt im Mittenwalder Bahnhofslokal bescherte dem Publikum im vollbesetzten Saal drei funkelnde Sternstunden.

Der Kulturkreis Mittenwald-Krün-Wallgau hatte den musisch begabten Allroundkünstler dazu eingeladen und, wie Vorsitzender Wolfgang Schwind bei der Begrüßung sagte: „Wir sind alle voller Erwartung, denn Asals instrumentales und bel canto-Können ist im ganzen Oberland bekannt und beliebt“. Nachdem Manni Asal auf kleiner Bühne seine Gitarre nahm, das Publikum fast den Atem anhielt, war mit dem ersten Song, einem Fredl-Fesl-Titel „Hallo Taxi“ die Stimmung sofort beifällig und gespannt nach Mehr. Mit dem Taxi fuhr Asal quasi durch ganz München bis zur Ottobrunnerstraße, dort traf er den Ritter „Hadubrand“ und Rainhard Fendrich auf der „Strada de Sole“. Ohne Lire und Papiere besuchte Manni dann den „Jäger aus Kurpfalz“, der dann das Wild teils russisch, schottisch und griechisch durch den grünen Wald jagte, denn lustig ist die Jägerei, und Mannis Falsett-Stimme und seine Gitarre servierten ein Kaleidoskop an Sprachengemisch.

Etwas gefühlvoller dann „Weit, weit weg von mir“ von Hubert von Goisern und noch einmal Fendrich und sein ewig junger „Macho,Macho“. Nach der Pause war die Überraschung groß, als Manni sich als Zauberer entpuppte und charmant einige Damen zum Zauberlehrling machte. So verschwand ein Ehering, der sich dann in einem Kästchen wiederfand, 26 Spielkarten wurden gemischt und fanden wieder zusammen, aus Münzen wurde ein Kupfer- und Silber-Dollar, ein langes Seil wurde geknotet, geteilt und wieder ganz gezaubert. Sehr souverän beherrscht Asal also auch die Kunst der Zauberei. Danach war die Bühne wieder frei für Evergreens und Superhits, die der Computerfachmann nur so aus dem Ärmel schüttelte. „Blues Suede Shoes“, „Virginias Country road, take me home“, und auch die „Freiheit über den Wolken“ von Reinhard Mey, bis zum „Schifahrn“ von Wolfgang Ambros und „Weils a Herz hast wie an Bergwerk“, begeisterten die Zuhörer zum Mitsingen und Mitklatschen.

Und schließlich näherte sich auch Asals Show dem Ende. Er verabschiedete sich mit der Zugabe „Schuld war nur der Bossa Nova“ und wurde mit anhaltendem Beifall belohnt. Und so erfüllten sich die Eingangsworte von Wolfgang Schwind: „Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah“ mit einem wunderbaren Abend.

von Kornelia Wehmeier

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