Dr. Manfred Wörner Gebäude nach Sanierung in Dienst gestellt

Feierlich war die Stimmung am deutsch-amerikanischen Bildungsinstitut, als die sanierte „Manfred-Wörner-Hall“ jetzt ihrer Bestimmung übergeben wurde. „Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, das George C. Marshall Center einen weiteren Schritt in die Zukunft zu führen,“ so der Direktor des Centers für Sicherheitsstudien, Dr. John P. Rose. „Die Grundsanierung der Manfred Wörner Hall und der neue Marshall-Park sind Meilensteine in unserer deutsch-amerikanischen Partnerschaft, die unsere langwährende Beziehung bestätigen und zwei große Staatsmänner und Visionäre ehren.“

Nach fast zwei Jahren Bauzeit wurde den Studenten und Lehrkräften ein weiteres modernes Lehrsaalgebäude zur Nutzung übergeben. „Mit einem weiteren Hörsaal und Seminarräumen ist es nun möglich, der ständig steigenden Zahl an Kursteilnehmern aus aller Welt gerecht zu werden“ so der Direktor weiter. Einer der hoch dekorierten Gastredner war der Kommandeur des Allied Land Component Command Heidelberg (NATO), Generalleutnant Roland Kather. Er würdigte in einer kurzen aber nachhaltigen Rede beide Namensgeber und ging im besonderen auf den ehemaligen deutschen Verteidigungsminister und ersten deutschen NATO-Generalsekretär ein: „Nach innen und außen stand Dr. Manfred Wörner für den Erhalt des Bündnisses. Er wusste um die Bedeutung der NATO für die transatlantische Bindung.“ Der deutsche Drei-Sterne-General erläuterte, dass Dr. Wörner für richtungweisende Entscheidungen nach dem Ende des Kalten Krieges verantwortlich zeichnete. „Seine gestaltende Rolle und Initiative waren es, die dazu geführt haben, dass dieses Gebäude seinen Namen trägt.“ Kather wies auch auf Konrad Adenauer hin, den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, der wie kaum ein anderer Politiker für transatlantische Partnerschaft und europäische Einigung stand.“ Die „Adenauer Hall“ ist mit dem großen Plenarsaal, der für über 230 Zuhörer Platz bietet, das Herzstück des Centers. Der kleine „Marshall-Park“, benannt nach dem Namenspatron der deutsch-amerikanischen Einrichtung, muss auf die endgültige Fertigstellung noch etwas warten. Der plötzliche Wintereinbruch verhinderte die Vollendung bis zu den Feierlichkeiten. Er wird außerhalb des Zaunes an der ehemaligen Zufahrt errichtet und soll Passanten durch Sitzgelegenheiten zum Rasten einladen, während sie sich an den aufgestellten Tafeln über das Zentrum informieren können. Doch nicht nur die Passanten können sich über das Projekt freuen. Die ca. 1,1 Millionen Euro, die im Rahmen beider Projekte verbaut wurden, sind fast ausschließlich an lokale Unternehmen geflossen.

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