Mann von den Fluten der Partnach mitgerissen - Partnachklamm bis auf Weiteres geschlossen

Unwetter fordert Todesopfer

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Die Einsatzkräfte haben ein Auge auf die Pegelstände, denn der Regen hält weiter an.

GAP - Während des Unwetters am Dienstag, 12. Juni, wurde ein 52-jähriger Mann in Wildenau von der Partnach mitgerissen. Der Vermisste konnte nach aufwendigen Suchmaßnahmen wenige Stunden später nur mehr leblos geborgen werden.

Durch den heftigen Starkregen stieg am Dienstagnachmittag der Pegel der Partnach derart stark an, dass im Ortsteil Wildenau Straßen überflutet wurden. Nach Angaben von Zeugen versuchte ein 52-Jähriger aus Garmisch-Partenkirchen, gegen 16.30 Uhr, auf der überfluteten Straße zu fahren, was ihm nicht gelang. Als er sein Fahrzeug verließ, wurde er von den Wassermassen fortgerissen. Kurz vor 20 Uhr wurde schließlich im Ortsgebiet von Garmisch-Partenkirchen eine Person leblos in der Partnach gesichtet. Nach der Bergung des Toten durch die Wasserwacht stellte sich heraus, dass es sich dabei um den 52-jährigen Vermissten handelte. Bei den kriminalpolizeilichen Untersuchungen durch den Kriminaldauerdienst (KDD) der Kriminalpolizei Weilheim ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine Fremdbeteiligung.

Noch während die umfangreichen Suchmaßnahmen durch Polizei, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr anliefen wurde bekannt, dass zwei Wandergruppen im Bereich der Partnachklamm durch die Wassermassen eingeschlossen waren. Mit Hilfe der Bergwacht konnten diese beiden Gruppen aus der Klamm geleitet werden. Alle Wanderer kamen mit dem Schrecken davon. Eine weitere Absuche der Partnachklamm ergab, dass sich dort keine weiteren Personen mehr befanden.

Darüber hinaus kam es in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau zwischen 16 und 18.30 Uhr zu knapp 20 wetterbedingten Einsätzen wie Verkehrsbehinderungen durch überflutete Straßen oder umgefallene Bäume. Trotz der Witterungsverhältnisse mussten lediglich fünf Verkehrsunfälle unmittelbar mit dem Starkregen in Verbindung gebracht werden. Dabei blieb es fast ausschließlich bei Sachschäden.

Aufgrund immenser Unwetterschäden muss die Partnachklamm bis auf Weiteres geschlossen bleiben. "Es ist sehr bedauerlich, dass das gestrige Hochwasser an der Partnach ein Menschenleben gekostet hat. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen", sagt erste Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. "Im Laufe des heutigen Tages werden wir nun versuchen, uns ein Bild über die Situation rund um die Partnachklamm und das Ausmaß der Schäden zu machen." Erst dann könne man Aussagen über das weitere Vorgehen machen.

Die Polizei empfiehlt, wegen der Wetterlage auf die aktuellen Verkehrsmeldungen zu achten.

von Kreisbote

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