Neuer Träger "Lebenslust" feiert Eröffnung am 29. Februar mit Festakt – Ältere Bürger sollen von Programm profitieren

Mehr Angebote im Seniorentreff

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Andrea Thompson, Iris Asenstorfer und Christiane Frahm (v.li.) sind ab sofort für die Senioren im Seniorentreff der Marianne Aschenbrenner Stiftung da.

GAP – Es gab viel Unruhe bei den Senioren, als es letztes Jahr hieß, dass es einen neuen Träger für den Seniorentreff der Marianne Aschenbrenner Stiftung geben wird. Die älteren Bürger machten sich Sorgen, dass ihre Wünsche und Anliegen nicht berücksichtigt werden. Die „Lebenslust“ ist der neue Träger, ein Verbund aus sozialen Einrichtungen der Region, darunter die Caritas, Diakonie, der Rot-Kreuz-Verband, der Heilstättenverein Lenzheim, das Kreisbildungswerk, der Sozialdienst katholischer Frauen und die Kinder,- Jugend- und Erwachsenenhilfe.

„Wir starten keine Revolution, sondern eine Reformation“, erklärt Diakon Klaus Lobenhofer, Leiter der Lebenslust. „Wir ermöglichen eine gute Koordination mit allen Trägern und können ab März wieder Vollgas geben.“ Es soll sich nicht viel ändern. Im Gegenteil, die Senioren sollen von der Vielfältigkeit der Programme profitieren. „Das vorherige Team hat eine super Arbeit geleistet. Wir haben das Bestreben, nicht viel zu verändern, sondern wollen neue Impulse setzen und Ideen verwirklichen. Die Senioren sollen nicht denken, dass sie kein Mitspracherecht mehr hätten. Das, was für die Senioren wichtig ist, wie das Sprachcafé oder der Spieletreff, soll bleiben“, sagt Andrea Thompson, eine der drei neuen Mitarbeiterinnen im Seniorentreff. Sie wird unterstützt von Iris Asenstorfer. Sie ist Pflegepädagogin und Krankenschwester und arbeitete zuletzt als Stationsleiterin in einer privaten Klinik. „Ich habe mich bewusst auf diese Stelle beworben, da es eine schöne Möglichkeit ist, vor Ort die Begegnung mit älteren Menschen zu haben“, sagt sie. Ihr zur Seite steht Christiane Frahm. Die gelernte Bankkauffrau hat während ihrer Zeit bei der Caritas vieles aus den sozialen Projekten mitbekommen und sich entschlossen, nun mit älteren Personen zusammenzuarbeiten. Thompson ist die Verwaltungskraft im Bunde. Sie kommt aus der freien Wirtschaft und hat sich ebenfalls bewusst für die Stelle beworben. Für sie ist der Seniorentreff eine „Pflicht“ in Garmisch-Partenkirchen. Unter der Leitung von Klaus Lobenhofer werden sich die engagierten Frauen künftig um die Belange, Wünsche und Kritiken der Senioren kümmern.

Bei Altenhilfe braucht man Profis

Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer ist froh, dass „Lebenslust“ die Trägerschaft für den Seniorentreff Marianne Aschenbrenner übernommen hat und wünscht den Trägern und den Mitarbeitern einen guten Start. „Wir sind wirklich froh, dass wir die Verantwortung los sind, da wir die Kompetenzen im Bereich der Sozialpädagogik nicht haben sowie kein Qualitätsmanagement. Ich freue mich sehr, dass das hier zustande gekommen ist und bin mir sicher, dass wird hier gut weitergehen. Vielleicht müssen die Mitarbeiter mit einem Widerstand seitens der Senioren rechnen. Aber ich bitte Sie um Geduld. Eine Veränderung ist im hohen Alter manchmal schwer“, sagte Meierhofer vergangene Woche bei der Vorstellung der neuen Träger und Mitarbeiter.

Diakon Klaus Lobenhofer ist sich sicher, dass die Senioren von dem neuen Konzept nur profitieren können. Dadurch, dass so viele soziale Vertreter mit an Board sind, haben die Besucher des Seniorentreffs mehr Auswahl. Aber nicht nur die Besucher. „Die Koordination läuft gut und somit können wir die stationäre und die ambulante Seniorenhilfe gut bündeln. Unsere Aufgabe ist es, die Netzwerke zu nutzen und den Besuchern alle Möglichkeiten offen zu halten“, so Lobenhofer. Durch die Zusammenarbeit lassen sich „Doppelstrukturen“ vermeiden. Große Veränderungen soll es nicht geben. „Wenn ein Programm gut funktioniert, warum verändern?“, sagt der Diakon.

Etwas Neues kündigt Lobenhofer an: Es soll in Zukunft auch einen mobilen Seniorendienst geben, der die Besucher auch zum Treff bringt oder sich vor Ort um die älteren Personen kümmert. Das ist durch das Rote Kreuz und die Caritas möglich. „Es gibt ja auch Senioren, die ihr zu Hause nicht verlassen können und da knüpfen wir dann an und stellen den Kontakt her“, erklärt German Kögl vom Sozialdienst katholischer Frauen. Bei der Altenhilfe braucht man Profis, so sieht das der Träger Lebenslust.

Aus 40 Bewerbungen drei gewählt

Viele Senioren verstehen nicht, warum die vorherigen Mitarbeiter des Treffs nicht geblieben sind. „Wir haben die Stellen ausgeschrieben. Wir bekamen 40 Bewerbungen und haben daraus die besten drei Bewerber ausgesucht“, erklärt Alexander Huhn von der Caritas.

Öffnungszeiten im Februar:

Montag, 15.02.: 13 - 16 Uhr

Dienstag, 16.02.: 9 - 12 und 13 - 16 Uhr.

Mitttwoch, 17.02.: 9 -12 Uhr, 13 - 16 Uhr

Donnerstag, 18.02.: 9 - 12 Uhr, 13 - 16 Uhr

Freitag, 19.02.: 9 - 13 Uhr

Montag, 22.02.: 13 - 16 Uhr

Dienstag, 23.02.: 9 - 12 Uhr, 13 - 16 Uhr

Mittwoch, 24.02.: 9 - 12 Uhr, 13 - 16 Uhr

Donnerstag, 25.02.: 9 - 12 Uhr, 13 - 16 Uhr

Freitag, 26.02: 9 - 13 Uhr

Montag, 29.02: geschlossen, bzw. Festakt zur offiziellen Eröffnung.

Vorläufige Veranstaltungen:

Dienstag: englisches Sprachcafé von 10 bis 11 Uhr.

Mittwoch: Spieletreff von 13 bis 16 Uhr

Donnerstag: italienisches Sprachcafé 10 bis 11 Uhr; Kreativtreff von 14 bis 16 Uhr.

Von Alma Jazbec

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