Kindergarten St. Georg in Großweil trotzt dem anhaltenden Lockdown

Mit kreativen Ideen gegen Corona

Kindergarten
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Hausaufgaben” im bunten Stoffsäckchen: Leonie, Simon und Linnea freuen sich am Zaun des Großweiler Kindergartens über neue Ideen gegen die Lockdown-Langeweile. Links im Bild: Kita-Leiterin Maria Sanner.

Großweil – Dieser Einsatz hat sich gelohnt: 872 Euro hat der Elternbeirat der Kindertageseinrichtung St. Georg in Großweil bei einer eigentlich als „Notlösung” gedachten Aktion eingenommen und jetzt der Einrichtung gespendet. Zahlreiche engagierte Eltern hatten in der Adventszeit Weihnachtsschmuck gebastelt und verkauft, der bei den Großweilern viel Anklang fand.

Eigentlich hatte der Elternbeirat traditionell beim Martinsfest und im Rahmen der Kinderkleidungs-Basare Kuchen und Getränke zugunsten des Kindergartens verkauft. Weil wegen der Pandemie alle Feiern und Basare ausfallen mussten, entstand die Idee mit dem Weihnachtsschmuck. „Es war wirklich schön zu sehen, wie viele Eltern mitgeholfen und jede Menge tolle Dinge gebastelt haben“, freut sich Elternbeirats-Vorsitzende Verena Lindner. Und nicht nur die Elternschaft zeigte Einsatz für den Kindergarten. Der Großweiler Nikolaus – im Jahr 2020 natürlich kontaktfrei unterwegs – ließ seine eingesammelten Spenden komplett dem Kindergarten zugute kommen. „Das Geld soll unter anderem in ein Hochbeet für den Kita-Außenbereich fließen“, kündigt Kita-Leiterin Maria Sanner an.

„Hausaufgaben“ für die Daheimgebliebenen

Der momentane Lockdown wurde ganz aktuell bis zum 7. März verlängert. Über die Öffnung der Schulen und Kitas entscheiden die Bundesländer unabhängig, eine einheitliche, deutschlandweite Regelung wird es nicht geben. Welche Maßnahmen die bayerische Staatsregierung umsetzen wird, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Von der Corona-Situation lässt sich das Team der Großweiler Kita derweil nicht die Laune verderben. Mit kreativen Ideen sorgen die Erzieherinnen weiterhin dafür, dass auch bei den Kindern, die aktuell nicht in der Notbetreuung sind, keine Langeweile aufkommt: Jeden Freitag hängen bunte Stoffsäckchen mit den „Hausaufgaben“ für die Daheimgebliebenen am Kita-Zaun – gefüllt mit Bastelideen, Liedern oder Briefen an die Kinder. „Letzte Woche war ein Schneemann zum Basteln drin“, erzählt die fünfjährige Linnea begeistert. „Und es gab eine Anleitung für ein Schnee-Experiment.“ Die Vorschulkinder werden zusätzlich regelmäßig mit Arbeitsblättern und Knobelaufgaben versorgt.

Neues Konzept für mehr Erlebnispädagogik

„Wir wollen, dass kein Kind einen Nachteil dadurch hat, dass es nicht in die Notbetreuung darf“ betont Kita-Leiterin Sanner. „Zum Glück haben meine Mädels immer neue Ideen, um Eltern und Kinder bei Laune zu halten.” Gemeinsam mit ihrem Team hat Sanner die Corona-Zeit auch genutzt, um das pädagogische Konzept der Einrichtung zu überarbeiten.

Ziel sei es, den Kindern noch mehr Möglichkeiten zur freien Entfaltung zu geben, etwa durch Freispiel-Angebote und Elemente der Erlebnis-Pädagogik. „Die Kinder sollen bei uns möglichst viel ausprobieren und selbst gestalten können“, so Kita-Leiterin Maria Sanner. Das geplante Kindergarten-Hochbeet – finanziert durch die Spenden von Elternbeirat und Nikolaus – passe daher perfekt ins neue Konzept. kb

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