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Wichtige gesellschaftliche Themen im Austausch mit der Politik

"Miteinand redn" beim Landfrauentag in Farchant

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Die engagierten Landfrauen in bunter, traditioneller Tracht

Von strahlendem Kaiserwetter wurde der diesjährige Landfrauentag begleitet, bei dem sich Bäuerinnen aus dem gesamten Landkreis einfanden, um über wichtige Themen zu sprechen und eine entspannte Zeit miteinander zu verbringen. Die in wunderschönen Trachten gekleideten Damen hatten dabei auch Herrenbesuch: Landrat Anton Speer, die Bürgermeister zahlreicher Gemeinden und viele weitere, natürlich auch weibliche Ehrengäste aus der Politik sowie Vertreter wichtiger Verbände, statteten den Landfrauen ihren respektvollen Besuch ab. Trotz der gemütlichen Atmosphäre ging es um brisante und emotionale Themen. Ganz besonders im Mittelpunkt der Ansprachen stand das Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

Nach dem bewegenden Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas versammelten sich die Landfrauen und Ehrengäste im mit Blumen bunt geschmückten Saal des „Alten Wirts“ und wurden dort von Kreisbäuerin Christine Singer herzlich begrüßt. Sehr gesellschaftskritisch fiel ihre Rede aus, jedoch auch kons­truktiv und positiv, in jedem Fall emotional und mitreißend. Sie gab anfangs einen Einblick in das starke so­ziale Engagement der Landfrauen, indem sie von den Aktivitäten des vergangenen und laufenden Jahres berichtete. Zum diesjährigen übergeordneten Thema der Landfrauen erklärte Christine Singer den ­„Dialog“, auf gut bayerisch: „miteinand redn“. Reden, „ums wieder zu richten“, sei die grundlegende Basis, um Probleme zu lösen, ob Zuhause in der Familie oder öffentlich innerhalb der Gesellschaft. Beim Volksbegehren habe sie einen gesamtgesellschaftlichen Dialog vermisst. Die Kreisbäuerin sieht es „in Zeiten wie diesen“ als wichtige Aufgabe der Landwirtinnen und Landwirte, über das zu reden „was wir eigentlich tun und warum wir‘s tun“. Nur so könne ein Verständnis in der Gesellschaft für die aktuelle Situation der Landwirtschaft erreicht werden. Beherzt und ermutigend war ihre Aufforderung an die Landfrauen, sich sozial und politisch zu engagieren. Um bei wichtigen politischen Entscheidungen mitzureden, sei es wichtig, dass möglichst viele Landwirtinnen sich für den Gemeinderat aufstellen ließen.

Landrat Anton Speer, der Bürgermeister von Farchant Martin Wohlketzetter, BBV - Kreisobmann Klaus Solleder und Angelika Hutter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim standen im Anschluss Rede und Antwort. Es ging um wichtige Themen, die sich im Spannungsfeld Gesellschaft – Landwirtschaft – Tourismus bewegen. Im Brennpunkt stand das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das bei den Landwirtinnen und Landwirten großen Unmut verursacht. Aber auch weitere brisante Themen wie die Belastung der natürlichen Landschaft durch den Tourismus, die Biber- und Wolfsproblematik und der Kauf von Immobilien und Grundstücken durch auswärtige Investoren kamen zur Sprache.

Neben der Befassung mit politischen und gesellschaftlichen Themen war der Landfrauentag aber auch eine willkommene Möglichkeit für die Bäuerinnen, einen Tag lang auszuspannen, sich bei einem gemeinsamen Mittagessen auszutauschen und im Anschluss den Darbietungen des Landfrauen-Chors zu lauschen, der dieses Jahr sein fünfjähriges Jubiläum feiert. Einen runden Abschluss fand die Veranstaltung mit dem Vortrag „Qigong auf Bayerisch“ von Karl Schwanner, der die gesamtheitliche Übungspraxis aus dem Fernen Osten in den bayerischen Alltag integriert und auf Basis der chinesischen Medizin viele interessante Anregungen für eine gesunde Lebensweise lieferte. Das Bewusstsein für die Heilkraft der Natur und die wichtige Bedeutung von hochwertigen Lebensmitteln für die Gesundheit ist universal und auch in unserer Kultur verwurzelt. Wir brauchen uns nur auszutauschen, also „miteinand redn“, um es uns zu Nutze zu machen. Die Landfrauen haben an diesem Tag auf schöne Art gezeigt, wie das funktionieren kann.   moc

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