Große Herausforderung

Mittenwalder Gebirgsjäger auf Einsatz in Mali

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Zum Verabschiedungsapell waren alle Soldaten des Gebirgsbataillons 233 in Mittenwald angetreten, bevor der Einsatz in Mali begann.

Mit rund 11.000 Blauhelmsoldaten sowie Polizisten und Zivilpersonal will die UN-Mission MINUSMA zur Stabilisierung Malis beitragen. Die Sahelregion, insbesondere Mali, ist nach wie vor ein gefährliches Krisengebiet, in dem Terrorismus, Kriminalität und Verarmung zu einer sehr unbeständigen Sicherheitslage führen.  206 Soldaten aus dem Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald wurden zur Unterstützung der Mission in den Einsatz geschickt.

Kaum vorzustellen, dass Mali einmal als Vorzeigedemokratie in Westafrika galt. Die ersten freien, demokratischen Wahlen fanden im Jahr 1992 statt. Anfang 2012 erschütterte der Aufstand der "Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad" das Land. Dabei handelt es sich um eine von den Tuareg gegründete Organisation. Wie die Bundeswehr berichtet, gehören zu deren Verbündeten auch radikal-islamistischen Gruppierungen. Bis heute ist die Sicherheitssituation in Mali, vor allem im Norden, weiterhin äußerst instabil. 2013 wurde die "Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali" (französisch: Mission multidimensionnelle intégrée des Nations Unies pour la stabilisation au Mali; MINUSMA) gegründet. Das war auch das Jahr, in dem die Bundesregierung erstmals Soldaten nach Mali entsendete. 

Noch bis März kommenden Jahres erfüllen auch die Gebirgsjäger Mittenwald ihren Beitrag zur Mission. Nach einer intensiven Vorbereitung wurden 206 Soldaten aus dem Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald verabschiedet und in den Einsatz geschickt. Dort führen sie Aufträge im Rahmen des UN-Einsatzes MINUSMA sowie der EU-Trainingsmission (EUTM) aus. Die Jager sind sowohl in Bamako, der Hauptstadt des Landes, sowie im weiter nördlich gelegenen Gao stationiert. Zusammen mit Soldaten aus bis zu 55 Nationen dienen sie dem Ziel, einen Beitrag zur Stabilisierung der Region zu leisten. Der Großteil der Soldaten wird erst im März nächsten Jahres wieder die Reise in die Heimat antreten. Im Januar 2020 werden weitere Soldaten des Bataillons bereits einige Kameraden im Einsatz ablösen. 

Die spezielle Kernbefähigung der Gebirgsjäger-Truppe liegt im Kampf in schwierigem Gelände unter widrigsten Umständen. Bei den globalen Einsätzen ist ein hoher Grad an Professionalität, Motivation und Durchhaltevermögen gefordert. Dies verlangt ständige Aus- und Weiterbildungen und ein intensives Training. Hierfür nutzen die Mittenwalder Jager nicht nur die Übungsplätze in der Heimat, sondern auch Aufenthalte im Hochgebirge Österreichs.    kb

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