Murnauer Kunstnacht am 2. Oktober

Die Murnauer Kunstnacht wächst und gedeiht: Die Veranstalter sind sich sicher, dass sie bei der vierten Auflage am Freitag, 2. Oktober, mit einem noch vielfältigeren Programm aufwarten können als in den Vorjahren. Die Planungen laufen auf vollen Touren. Höhepunkt wird eine Kunstaktion sein, die von der Fußgängerzone aus um die ganze Welt reist.

Angelika Rebholz und Andreas Müssig vom Murnauer Verein zur Wirtschaftsförderung freuen sich, dass sich schon jetzt mehr Betreiber von Lokalen, Galerien und Läden zum Mitmachen gemeldet haben, als 2008: Die Kunstnacht ist die größte Gemeinschaftsveranstaltung von Kunstschaffenden, Gastronomie und Gewerbe im Ort, sagen sie. Der Zulauf an Interessenten ist enorm: „Wir rechnen mit mehr als 200 Musikern, Künstlern und Akteuren.“ Etwa 3000 Besucher werden an diesem Abend im Ortszentrum von Murnau erwartet. Das Schlossmuseum ist mit Abendführungen durch die Spitzweg-Ausstellungen dabei, und mit einem Open-air-Konzert im Schlosshof. Die sechs Galerien des Ortes machen mit, sowie die beiden Kirchengemeinden: In der evangelischen Christuskirche wird die Ausstellung ‚Lebenszeichen‘ der Künstlerin Helischeba durch den Saxophonisten Otto Klingenschmid zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt. In der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus gestalten die Ministranten eine „Nacht der Lichter“. Zentrales Thema ist die Kunst im Schaufenster. Damit wird ein Bogen von zeitgenössischen Künstlern zur Vergangenheit gezogen. Glanzpunkt sind die Bilder des Hinterglasmalers Heinrich Rambold. Andreas Müssig: „Die Ausstellungen werden in 52 Geschäften präsentiert. Die Bandbreite reicht von der bildenden Kunst bis zur Fotografie. Eine Reihe der Läden wird bis 24 Uhr geöffnet haben; allerdings nur zum Schauen, nicht zum Shoppen.“ Ab 18 Uhr beginnt das Live-Programm in der farbig illuminierten Fußgängerzone. Mit einer Feuershow, Modeschauen, Ballett und Straßenmusik wird das Ortszentrum zur stimmungsvollen Freilichtbühne; freut sich Bürgermeister Dr. Michael Rapp. Der Schauspieler Christian Jungwirth liest. Und im Griesbräukino wird der Kultfilm „Rocky Horror Picture Show“ gezeigt. Für das musikalische Programm ist Rupert Reggel zuständig: „Wir werden auch wieder ausgelassene Party bieten. 16 Musikgruppen werden in 16 Lokalen aufspielen.“ Die Bandbreite reicht vom Jazz über Irisch-bayerisches, indischen Klängen bis hin zu Blues, Bluegrass, Dixie, Funk, Reggae, Indie, Mundart-alpin, Boogie, Pop, Rock und Soul. „Künstlerischer Höhepunkt ist die Präsentation der Kunstrichtung COLL-ART, die in den 68er-Jahren entstand und mit Kollektivkunst beschrieben werden kann“, erklärt Rupert Reggel: „Mehrere Künstler arbeiten gemeinsam an einem Werk. Der tiefere Sinn ist, dass die Kunst verbindet, im Kleinen genauso wie über Ländergrenzen hinweg.“ Heuer zum ersten Mal und in den kommenden Jahren entsteht bereits im Vorfeld der Kunstnacht ein Bild unter der Regie und der Mitwirkung des Schweizer Malers Marc Kuhn, der als Begründer von COLL-ART gilt. Während der Kunstnacht wird an drei von ihm konzipierten Bildern gearbeitet. Das erste vollenden Murnauer Künstler, am zweiten darf jeder Besucher malen und das dritte wird in Murnau begonnen, und reist danach ein Jahr lang durch die ganze Welt. Überall wird ein Stück dazu gemalt; 2010 soll es dann vor dem Murnauer Rathaus vollendet werden. Marc Kuhn wird am 2. Oktober bereits um 10 Uhr vormittags mit der Live-Performance in der Fußgängerzone beginnen. Der Eintritt zu allen Musikveranstaltungen kostet pauschal 9 Euro im Vorverkauf. Dann gibt es Karten für 12 Euro an der Abendkasse oder den beteiligten Lokalen. Der Besuch der Ausstellungen sowie das Freilichtprogramm auf den Straßen sind kostenlos. Im Schlossmuseum ist Eintritt zu bezahlen.

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