Geschlossene Ensembleleistung überzeugte die Zuschauer

Gelungene Musicalaufführung

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Die Leistung des gesamten Ensembles war klasse. Hier ein Szenenfoto mit Laura Leis in der Rolle der „Bet”, Angela Eggers als „Nancy” und Benedikt Ehrenberg als „Fagin”.

GAP – Einen „tausendfachen Dank“ sprach Pfarrer Josef Konitzer seinem Laien-Spielkreis und den Musikern aus, mit denen er an den beiden letzten Wochenenden bei vier Aufführungen das aufwändig inszenierte Musical „Oliver!“ auf die Bühne brachte.

Nicht nur in England und am Broadway feierte es vor Jahrzehnten schon große Erfolge, sondern auch aktuell im Festsaal Werdenfels. Dank einer großen Gemeinschaftsleistung, angefangen von Regisseurin Julia Goldstern, die für die Inszenierung und Choreographie sorgte, sowie ihrer Mutter Sylvia Meggyes, die nicht nur bei den Aufführungen den Flügel „bediente“, sondern in monatelanger Arbeit den Chor anleitete, die gesamte musikalische Leitung inne hatte und so wesentlich zum Erfolg beitrug. Nicht zu vergessen Thomas Näbauer am Dirigentenpult, der sicher sein 15-köpfiges Orchester leitete. Dieses setzte sich aus vielen bewährten Kräften und einem talentierten Nachwuchs aus umliegenden Musikkapellen und aus den Reihen der Kirchenmusik zusammen und spielte für „Oliver!“ zum ersten Mal in dieser Besetzung.

Im Mittelpunkt des Stückes steht der junge Oliver, selbstsicher und überzeugend vom 11-jährigen Hannes Bohlke verkörpert, der als Waisenkind im Stück seine Lebenserfahrungen sammelt. Bestechend in der oft witzig interpretierten und durchaus schwierigen Rolle des Taschendiebs „Fagin“ Benedikt Ehrenberg. Schauspielerisch und stimmlich grandios auch Angela Eggers und Steffi Kössig, die sich abwechseln sogar in ihren Doppelrollen als „Nancy“ oder „Mrs. Corney“ präsentierten und dafür vom Publikum reichlich Szenenapplaus erhielten.

Ebenso wusste Franz Maier in der Rolle des Bösewichts „Bill Sikes“ sein Publikum zu fesseln. Vor allem aber der Bühnennachwuchs mit Lukas Bohlke und Jakob Kaufmann, die abwechselnd als „Artful Dodger“ ihr Erlerntes mit großem Bravour zum Besten gaben, sind hier stellvertretend für die Spielfreude, den großen Eifer und den Spaß der Kinder und Jugendlichen herauszuheben.

So waren fast 100 Personen bei der aufwändigen Darbietung beteiligt, als Chormitglieder, Sänger, Schauspieler, Tänzer und Musiker. Viele wirkten darüber hinaus noch im Hintergrund – bei der Organisation, Beschaffung von Kostümen und Requisiten. Diese Inszenierung durch Goldstern, Meggyes & Co. darf man getrost als „Talentschmiede“ bezeichnen. Denn für viele der Schauspieler, zugleich oft Sänger und Tänzer, war es eine persönliche Premiere, vor großem Publikum auf den Bühnenbrettern zu stehen.

„Das schönste dabei ist, dass es sich um ausschließlich einheimische Mitwirkende aus dem Pfarrverband und angrenzenden Gemeinden handelt“, sagte Felicitas Lingg vom Kulturverein des Pfarrverbandes Zugspitze. „Bei den beiden letzten Spielen mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, dass die Leute unterkamen“, berichtete Pfarrer Josef Konitzer. „Darauf kann man stolz sein!“

von Klaus Munz

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