Bundespolizei ermittelt

Zufallsbekanntschaft oder Schleusertour?

Bundespolizei Blaulicht bei Tag
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Schleierfahnder der Bundespolizei griffen in Garmisch-Partenkirchen zwei mutmaßliche Schleuser auf.

GAP ‒ Sie beteuerten, dass sie ihre Mitfahrer zufällig an der Tankstelle kennen gelernt hätten. Doch die Bundespolizei geht von einer organisierten Schleusertour aus. Am Samstagabend wurden zwei Männer aus Pakistan in Garmisch-Partenkirchen aufgegriffen. In ihrem Auto saßen drei junge Menschen aus Indien - ohne Papiere.

Im Ortsgebiet Garmisch-Partenkirchen kontrollierten am Samstagabend, 21. November, Schleierfahnder die Insassen eines Autos mit deutschem Kennzeichen. Der 33-jährige Fahrer und sein 29-jähriger Beifahrer legten pakistanische Reisepässe und eine deutsche Aufenthaltserlaubnis vor. Alle weiteren Insassen hatten keine gültigen Einreise- oder Aufenthaltspapiere dabei. Zunächst erklärten sie, mit dem Zug nach Deutschland gekommen zu sein. Der Fahrer hingegen gab an, dass sie die Drei ganz zufällig an einer Tankstelle kennengelernt und mitgenommen hätten.

350 Euro für die Fahrt von Bozen nach Stuttgart

Die fünf Personen wurden zur Bundespolizei nach Rosenheim gebracht. Ursprünglich stammen die Geschleusten im Alter von 22, 26 und 28 Jahren aus Indien. Für die organisierte Tour von Bozen nach Stuttgart hätten sie sich den beiden Männern anvertraut. Dafür hätten sie 350 Euro pro Person bezahlt. Die mutmaßlichen Schleuser sprachen hingegen von einer reinen Gefälligkeit.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie sich ohne die „neuen Bekannten“ auf den Heimweg in den Landkreis Dillingen begeben. Sie werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten haben. Ihre Mitfahrer, die in der Vergangenheit schon einmal in Deutschland registriert worden waren, wurden der Ausländerbehörde in Stuttgart zugeleitet. Dort wird über ihren weiteren Verbleib in der Bundesrepublik entschieden. (kb)

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