Siegerentwurf steht fest

Nach langen Kontroversen: würdige Grabstätte für Hermann Levi

Eine ihrer letzten Amtshandlungen als Bürgermeisterin: Dr. Sigrid Meierhofer (Mitte) entschied als Mitglied des Preisgerichts über den Siegerentwurf für die Neugestaltung der Levi-Grabstätte. Dr. Charlotte Knobloch (Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern) und Corbinian Böhm, erster Vorsitzender BBK, waren ebenso unter den Preisrichtern.
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Eine ihrer letzten Amtshandlungen als Bürgermeisterin: Dr. Sigrid Meierhofer (Mitte) entschied als Mitglied des Preisgerichts über den Siegerentwurf für die Neugestaltung der Levi-Grabstätte. Dr. Charlotte Knobloch (Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern) und Corbinian Böhm, erster Vorsitzender BBK, waren ebenso unter den Preisrichtern.

GAP – Seit 14 Jahren gibt es Bemühungen, dem Partenkirchner Ehrenbürger und Komponisten Hermann Levi wieder ein würdiges Denkmal zu setzen. Seine ursprüngliche Grabstätte am Riedberg, ein großes Mausoleum, wurde 1957  vom damaligen Grundstücksbesitzer beseitigt. Zurück blieb nur eine Grabplatte, die der Witterung ausgesetzt war. Nun, über sechzig Jahre später, soll eine neue Grabstätte errichtet werden.

Mit der Neugestaltung der Garbstätte von Hermann Levi möchte der Markt Garmisch-Partenkirchen eine dauerhafte Erinnerungskultur an den Dirigenten und Komponisten schaffen. Der künstlerische Wettbewerb für die Grabgestaltung, den die Marktgemeinde zusammen mit dem Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e.V.(BBK) ausgerufen hatte, wurde nun abgeschlossen. Der Siegerentwurf steht fest. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass der Marktgemeinderat sich dafür ausgesprochen hat, die Grabstätte Levis am Riedberg neu zu gestalten und zusammen mit der Einrichtung eines ‚Gedenk- und Lebenswegs‘ einen würdevollen Ort des Gedenkens an den Ehrenbürger von Partenkirchen zu schaffen“, betont Dr. Sigrid Meierhofer. 

Siegerentwurf steht fest

Sieben Wettbewerbsbeiträge waren eingereicht worden. Das Preisgericht entschied sich für den Entwurf „Der letzte Gruß“ von Franka Kaßner aus München. Die Künstlerin hat an der Akademie der Bildenden Künste in der Bildhauerklasse Olaf Metzel studiert. Zuvor hatte sie eine Ausbildung zur Holzbildhauerin in Berchtesgaden absolviert. Mit der Nominierung des Siegerentwurfs spricht das Preisgericht der Marktgemeinde eine Empfehlung für die Umsetzung der Grabstätte aus. 

Letzte Amtshandlung als Bürgermeisterin

„Ich bin begeistert von der hochwertigen und zeitgemäßen künstlerischen Herangehensweise an das Thema und hoffe, dass der neue Marktgemeinderat den eingeschlagenen Weg weitergeht und die Realisierung der Neugestaltung der Gedenkstätte noch 2020 zügig vorantreibt“, sagte Dr. Sigrid Meierhofer, die sich in den vergangenen Jahren sehr für die Wiederbelebung des Gedenkens an Hermann Levi in Garmisch-Partenkirchen eingesetzt hat. Mit der Preisgerichtssitzung beendete sie ihre Amtszeit als erste Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen. Dr. Charlotte Knobloch als Sachpreisrichterin dankte der scheidenden Bürgermeisterin und zollte ihr Anerkennung dafür, „dass sie geschafft hat, was schon vor Jahrzehnten hätte passieren sollen.“ Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern betonte: „Ich verlasse Garmisch-Partenkirchen heute mit einem sehr guten Gefühl und gratuliere der Gemeinde für das, was in Sachen Hermann Levi auf den Weg gebracht wurde.“ Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat 2020 als kulturelles „Hermann-Levi-Gedenkjahr“ ausgerufen. Aufgrund der Corona-Krise wurden die Veranstaltungen der ersten Jahreshälfte verschoben. Auch das Gedenkkonzert eines Ensembles der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Kirill Petrenko soll, wenn möglich, im Herbst stattfinden. kb

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