Hebauf in Garmisch-Partenkirchen – Erbschaft macht den Erweiterungsbau möglich

Mit dem Neubau zum Vorzeige-Tierheim

Tessy Lödermann erhält von Martin Hein einen Blumenstrauß
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Vor der alten Tür des Koller-Hauses, die auch den Eingang zum Neubau ziert, erhält die Vorsitzende des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen, Tessy Lödermann, von Martin Hein vom Baugeschäft Martin Reiser einen Blumenstrauß.

GAP - Immer wieder stößt das Tierheim Garmisch-Partenkirchen an seine Kapazitäten. Oft genug musste improvisiert werden, um die vielen tierischen Notfälle aufnehmen zu können. Das wird sich im kommenden Jahr ändern. Gerade errichtet der Tierschutzverein auf dem Gelände an der Schmalenau einen Neubau, der im Frühsommer 2021 eingeweiht werden soll. Jetzt fand das Richtfest statt. 

Unter Corona-Bedingungen konnte die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Tessy Lödermann, 50 Gäste begrüßen, die im Freien vor dem Neubau den Hebauf begehen konnten. Tessy Lödermann dankte der Architektin Martina von Thurn für den Entwurf des schönen Gebäudes, „das zweckmäßig ist und perfekt in die Landschaft passt.“ Bei Tochter Miriam von Thurn bedankte sie sich für die engagierte Bauaufsicht. „Der Bau hat uns bisher noch keinerlei Nerven gekostet, weil alles perfekt läuft“, lobt Lödermann. Auch bei den heimischen Firmen und ihren Mitarbeitern bedankte sich die Vorsitzende des Tierschutzvereins für die „verlässliche und gute, tägliche Arbeit“.

Der Erweiterungsbau am Tierheim Garmisch-Partenkirchen wurde durch eine Erbschaft möglich. Zu Ehren der Verstorbenen wird der Neubau „Christine-Koller-Haus“ heißen. Sie hatte in ihrem Testament die Deutsche Krebsstiftung und den Tierschutzverein des Landkreises bedacht. „Wir werden ihren Namen dankbar in Ehren halten“, betonte Tessy Lödermann und freute sich, dass die alte Eingangstür des Koller-Hauses nun auch den Eingang für den Neubau ziert.

„Die Adress Schmalenau zwo, des is gwies, is für heimatlose Viecherl a kloans Paradies,“ begann Zimmerer Florian Greinwald seinen Richtspruch. In launigen Sätzen würdigte er die Bauherren und die beteiligten Firmen. Nach einem zweifachen „Vivat“ warf er nach altem Handwerkerbrauch das Weinglas vom Gerüst, bevor der gesellige Teil folgte. Die Besucher konnten auch die von der 2. Vorsitzenden Gitta Wünsch künstlerisch gestalteten Bullaugen, aus denen Tiere quasi aus der „Arche Noah“ herausschauen, am Giebel des Neubaus bestaunen. Im neuen Gebäude sollen Katzen, Kleintiere, Exoten und Vögel aller Art Platz finden. Dazu gibt es mehrere Quarantäneräume, Platz für die Wildtierstation und einen Stall, in dem kurzfristig Pferde, Geflügel und landwirtschaftliche Tiere aufgenommen werden können. Mit dieser Erweiterung ist der gesamte Tierheimbau, der kontinuierlich bereits seit 15 Jahren läuft, abgeschlossen. Der Landkreis verfügt dann über ein wirkliches Vorzeige-Tierheim. tra

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