Neue IT-Infrastruktur in der Kaserne – Auslieferung neuer PCs für die nichtmilitärische IT-Infrastruktur

Zufrieden mit den neuen Systemen: Stabsunteroffizier Josephine Keßler und Unteroffizier Lukas Gruber. Foto: Pressestelle Gebirgsjägerbataillon 233

Ab sofort arbeiten die Soldatinnen und Soldaten der Edelweißkaserne Mittenwald mit einer erneuerten IT-Infrastruktur. Am Standort Mittenwald sind 244 PCs und 27 Drucker für den nichtmilitärischen Betrieb ausgeliefert und installiert worden.

Im Rahmen des bundesweiten IT-Großprojekts „Herkules“ hat der BWI Leistungsverbund in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr den Austausch koordiniert. Die neuen PCs und Drucker sind aber nur der Anfang. Denn das IT-Großprojekt be- inhaltet auch die Erneuerung der Datennetze: Vor der Auslieferung der PCs wurden im Boden auf ca. einem Kilometer Länge über vier Kilometer Lichtwellenleiter zum Anschluss der Gebäude verlegt, außerdem wurden acht Kilometer Datenkabel verlegt und über 350 Datenanschlüsse in 20 Gebäuden des Gebirgsjägerbataillons installiert. Erst dadurch war es dem BWI-Team in Zusammenarbeit mit dem Team der Informationstechnik des Bataillons möglich, täglich 50 bis 60 PCs zu installieren. Dem entsprechend zufrieden zeigt sich der zuständige BWI-Projektleiter Norbert Fink: „Die gesamte Umsetzung war unproblematisch und die Zusammenarbeit hat harmonisch funktioniert.“ Außerdem habe das Projektteam einen hervorragenden Kontakt zu allen Beteiligten gehabt. Auch der Leiter der IT-Abteilung des Bataillons, Leutnant Christian Fellner, schätzt die geleistete Arbeit: „Mit Unterstützung des Liegenschaft-Rollout-Teams 7 der BWI haben wir es in vier Monaten geschafft, das Bataillonsnetzwerk sozusagen vom Trampelpfad zur Autobahn umzubauen.“ Letzten Endes profitieren die Anwender der Bundeswehr von der zügigen Runderneuerung: „Wir sind zufrieden mit dem neuen System. Innerhalb eines halben Tages war alles von alt auf neu umgerüstet“, sagen Stabsunteroffizier Josephine Keßler und Unteroffizier Lukas Gruber. Beide wurden bei der Bundeswehr zur Bürokauffrau/-mann ausgebildet und arbeiten in der Personalbearbeitung. Der Kommandeur des Gebirgsjäger- bataillons, Oberstleutnant Martin Seebörger, sieht den Neuerungen etwas nüchterner entgegen: „Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Bundeswehr ein einheitliches, strukturiertes Netzwerk bietet. Ich bin froh, meinen Frauen und Männern, die täglich mit Rechnern arbeiten, durch das neue Material und das höherwertige Netzwerk einen attraktiveren Arbeitsplatz anbieten zu können. Solange jedoch nicht bundeswehrweit der Zielbetrieb erreicht ist, werden organisatorische Maßnahmen zu treffen sein, die auch die ein oder andere Einschränkung hervorbringen. Diesen werden wir uns stellen und nach Abschluss des gesamten Projektes sehen, welche Vor- und Nachteile letztendlich übrig bleiben werden.“ Wenn das Projekt abgeschlossen ist, soll jeder Soldat, der einen Zugang zum Netzwerk besitzt, von jedem Rechner aus, egal an welchem Standort, mit den eigenen Daten arbeiten können. Ein großer Schritt in eine effektivere Zukunft.

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