Der neue Mann – Zdenek Travnicek ist neuer SCR-Trainer

Der SC Riessersee hat einen neuen Trainer gefunden: Zdenek Travnicek wird Nachfolger von Marcus Bleicher, der in der vergangenen Woche wegen Unstimmigkeiten mit Geschäftsführer Ralph Bader seinen Rücktritt erklärt hatte. Der gebürtige Tscheche lebt seit über 20 Jahren in Deutschland und besitzt auch einen deutschen Pass.

Bereits am Montagabend leitete er sein erstes Training. Sein Vertrag läuft bis Saisonende. „Er war einer von mehreren Kandidaten, die ich kontaktiert habe“, berichtet Bader. Am Mittwoch kontaktierte der den ehemaligen Verteidiger erstmals. „Es hat mir imponiert, wie er alles dafür getan hat, den Job zu bekommen.“ So sah sich der 43-Jährige die beiden Derbys gegen Bad Tölz an. „Auch seine Philosophie imponiert mit. Er ist gerade heraus und hat ein Konzept, hinter dem er steht.“ Bader erklärte ihm auch, dass der SC Riessersee den kleinsten Etat der Liga hat. „Das war für ihn kein Problem“, so der Geschäftsführer. Dass mit Lubor Dibelka und David Appel bereits zwei tschechische Spieler in der Mannschaft sind, war laut Bader kein Grund der Verpflichtung. „Es kann natürlich ein Vorteil sein, wenn er mit ihnen in seiner Muttersprache spricht.“ Travnicek ist in der Ära Bader nach Kim Collins und Maurizio Mansi der dritte Trainer, der im Ausland geboren wurde. Nach Joschi Golonka und Dr. Jano Starsi und Vladimir Dzurilla ist er der dritte Trainer aus der ehemaligen Tschechoslowakei, der beim SCR hinter der Bande steht. „Wir sind auch in der Vergangenheit immer ganz gut gefahren, wenn ein Trainer bei uns seine erste größere Aufgabe hatte“, sagt Bader. Andreas Brockmann und Bleicher schafften bei den Werdenfelsern ebenfalls ihren Durchbruch. Seine erste Trainerstation von „Travo“, wie ihn alle nennen, waren die Blue Lions Leipzig zwischen 2004 und 2010, die in der Zeit mit drei Insolvenzen aufwarteten, die letzte im Frühjahr des vergangenen Jahres bedeutete zugleich das Ende der Löwen. Sportlich lief alles hervorragend, unter Travnicek erreichten die Sachsen zweimal den zweiten Platz in der Oberliga Nord. Doch die Teams ließen sich letztlich nie vernünftig finanzieren, die Namen und Gehälter waren größer als die Etats. Auch nach der Insolvenz blieb er zu reduzierten Bezügen in der Messestadt, das Team spielte in der Oberliga Ost. Travnicek hatte aber eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass er ein Angebot aus der 2. Bundesliga bekäme. Dieses kam am Jahreswechsel aus Freiburg. Doch auch dort gab es große finanzielle Probleme, der Verein musste am Saisonende Insolvenz anmelden und das Team belegte in der Abstiegsrunde als die Bezahlung ausblieb, den letzten Platz.

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