Gemeinsame Finanzierung und zentraler Standort für neuen Pflegestützpunkt in Garmisch-Partenkirchen

Auf der Zielgeraden

Auf der Dachterrasse des Landratsamtes zeigen sie das künftige Logo.
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V.l.: AOK-Direktor Stefan Schackmann, Landrat Anton Speer und Bezirkstagspräsident Josef Mederer unterzeichneten den Vertrag für den gemeinsamen Pflegestützpunkt in GAP. Auf der Dachterrasse des Landratsamtes zeigen sie das künftige Logo.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Anton Speer und AOK-Direktor Stefan Schackmann haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Gemeinsam unterzeichneten sie vor kurzem den erforderlichen Stützpunktvertrag. Dieser wird nun an die weiteren Kranken- und Pflegekassen zur Unterschrift versandt. Ziel ist, dass der Pflegestützpunkt am 1. Februar 2021 mit seiner Arbeit beginnen kann.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer dankte allen Beteiligten für die „reibungslose Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene“. Mederer sagte: „Der Pflegestützpunkt Garmisch-Partenkirchen ist auf der Zielgeraden. Wir haben alle wichtigen Details in Rekordzeit abgestimmt. Am Pflegestützpunkt erhalten die Bürgerinnen und Bürger künftig eine wohnortnahe, neutrale und unabhängige Beratung aus einer Hand. Diese Beratung orientiert sich am Bedarf der ratsuchenden Menschen. Wir als Bezirk beteiligen uns daran finanziell und ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu unseren Leistungen in der Hilfe zur Pflege und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen.“

Auch Landrat Anton Speer ist zufrieden: „Wir sind froh, dass wir mit dem Pflegestützpunkt nun für die Bevölkerung ein neutrales und unabhängiges Beratungsangebot rund um das Thema Pflege anbieten können. Gerade in unserem Landkreis mit seiner hohen Altersstruktur ist es wichtig, nun einen Anlaufpunkt zu haben, um bei Pflegebedarf kompetent beraten zu werden. Ziel ist es dabei auch, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu vernetzen und die bestehenden Ressourcen zu bündeln. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Kassen verlief reibungslos, so dass wir den Pflegestützpunkt trotz der Corona-Pandemie zügig voranbringen konnten.“

AOK-Direktor Stefan Schackmann sieht viele Vorteile: „Im neuen Pflegestützpunkt lassen sich Kompetenzen und Beratungsangebote unterschiedlicher Akteure vor Ort zum Wohle der Betroffenen zusammenführen und bündeln. Unsere über zehnjährige Erfahrung in der Pflegeberatung zeigt, dass die starke Nachfrage an qualifizierter Beratung ungebrochen ist. Der neue Pflegestützpunkt hilft dabei, weiterhin eine hohe Beratungsqualität zu den regionalen Angeboten rund um die Pflege zu sichern.“

Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird zentral und gut erreichbar im Markt Garmisch-Partenkirchen eingerichtet. Mittelfristig ist geplant, ihn räumlich in das neu entstehende Seniorenzentrum der LongLeif GaPa gGmbh im ehemaligen Finanzamt zu integrieren. Bis zur Fertigstellung wird der Stützpunkt zunächst im Landratsamt untergebracht sein. kb

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