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Neujahrsskispringen in Partenkirchen: Das abwechslungsreichste Springen der Tournee

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Von: Titus Fischer

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Simon Ammann
Simon Ammann ist noch immer mit dabei. © Titus Fischer

GAP – So abwechslungsreich wie das Springen in Partenkirchen ist keines der Tournee: In den vergangenen 25 Jahren gab es hier 20 verschiedene Sieger: Kazuyoshi Funaki, Martin Schmitt, Andreas Wiedhölzl, Noriaki Kasai, Sven Hannawald, Primoz Peterka, Sigurd Pettersen, Janne Ahonen, Jakub Janda, Andreas Küttel Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Simon Ammann, Anders Jacobsen, Thomas Diethart, Peter Prevc, Daniel-André Tande, Kamil Stoch, Ryoyu Kobayashi, Marius Lindvik und Dawid Kubacki. In den Jahren 2009 bis 2015 gab es nur österreichische Sieger in der Gesamtwertung der Tournee. Doch seit diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Derzeit hält nur noch ein ÖSV-Adler auf einer der vier Anlagen den Schanzenrekord: In Innsbruck sprang Michael Hayböck am 4. Januar 2015 im zweiten Durchgang auf 138 Meter. Im ersten hatte es Stefan Kraft auf 137 Meter geschafft und eine neue Bestmarke aufgestellt. Trotzdem siegte damals Richard Freitag. Damit war der alte Rekord von Sven Hannawald mit 134,5 Metern vom 4. Januar 2002 Geschichte. Im zweiten Durchgang kam Hayböck noch einen Meter weiter auf 138,0 Meter, dabei aber griff er mit der linken Hand in den Schnee und damit zählt die Weite nicht als Schanzenrekord. In Oberstdorf hält der Norweger Sigurd Pettersen mit 143,5 Metern die Bestweite (29. Dezember 2003), in Partenkirchen egalisierte der Norweger Marius Lindvik im ersten Durchgang 2020 bei seiner Premiere beim Neujahrsspringen den Rekord des Schweizers Simon Ammann mit 143,5 Metern vom 1. Januar 2010. Diese Bestmarke knackte der Pole Dawid Kubacki am 1. Januar 2021, als er beim Geisterspringen auf 144 Meter kam. In Bischofshofen hielt der Deutsche Andreas Wellinger den Rekord bis 2019. Er war am 6. Januar 2017 144,5 Meter weit gesprungen, damit hatte er den Japaner Daiki Ito mit 143 Metern (6. Januar 2005) übertroffen. Doch am 6. Januar 2019 wurde der Rekord von Dawid Kubacki aus Polen geknackt, als dieser auf 145 Meter flog.

Nur elf Athleten schafften es bisher, in allen vier Tourneeorten zu gewinnen. Der Österreicher Gregor Schlierenzauer, sein Landsmann Hubert Neuper, der Norweger Bjørn Wirkola, die Deutschen Jens Weißflog, Helmut Recknagel und Sven Hannawald, die Finnen Janne Ahonen, Matti Nykänen und Veikko Kankkonen, der Pole Kamil Stoch sowie der Japaner Ryoyu Kobayashi. Rekordsieger ist Janne Ahonen (Finnland) mit fünf Gesamtsiegen. Viermal gewann der Deutsche Jens Weißflog. Dreimal siegten der Deutsche Helmut Recknagel, Bjørn Wirkola aus Norwegen und Kamil Stoch aus Polen. Erfolgreichste Nationen sind Österreich und Finnland, die jeweils 16 Tourneesiege für sich verbuchen konnten. Dahinter folgt die DDR mit elf, Norwegen mit zehn und die Bundesrepublik Deutschland und Polen mit je fünf Siegen. Slowenien und Japan gewannen je zweimal. Jeweils einmal durfte die Tschechoslowakei, die Sowjetunion und Tschechien den Gesamtsieger stellen. Noch immer am Start ist Simon Amman. Der Schweizer wurde im vergangenen Sommer 40 Jahre alt. 1997 nahm er erstmals an der Vierschanzentournee teil, einzig im Jahr 2000 fehlte er wegen Formschwäche.

Am 31. Dezember beginnt das Training in Partenkirchen um 11.45 Uhr, die Qualifikation um 14 Uhr. Am Neujahrstag startet der Probedurchgang um 12.30 Uhr, ehe der erste Wertungsdurchgang um 14 Uhr beginnt. Gegen 15 Uhr findet der zweite Durchgang statt, anschließend gibt’s die Siegerehrung. tf

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