Schüler des Staffelsee-Gymnasiums überqueren Alpen in historischen Gewändern

Auf den Spuren der Römer

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In römischen Gewändern werden die Schüler die Alpen überqueren. Viel Erfolg!

Murnau – Sie wagen ein Abenteuer, an das sie sich sicherlich in 20 oder 30 Jahren auch noch erinnern werden. 15 Schüler und zwei Lehrer des Staffelsee-Gymnasiums Murnau planen eine Alpenüberquerung. Was daran jetzt so berichtenswert ist? Alle tragen römische Gewänder und somit auch das Schuhwerk von damals. Blasenpflaster, auch wenn die Römer diese nicht hatten, sollten vielleicht trotzdem in einem Lederbeutel versteckt werden.

Auf die Idee kam Latein- und Sportlehrerin Andrea Schwarz. Sie möchte einen Rekord aufstellen und als erste Frau die Alpen im römischen Gewand überqueren. Sie plante das P-Seminar Alpenüberquerung und schnell fanden sich Schüler (zehn Jungs und fünf Mädls), die diese Idee richtig cool fanden und mitgehen wollen. „Wir sind schon sehr aufgeregt und freuen uns wahnsinnig auf diese Zeit“, erklärte Magdalena Lory, die auch mit von der Partie ist. Um die 200 Kilometer und 2000 Höhemeter gilt es zu schaffen. Die Jungs tragen eine Kriegsausrüstung mit Kettenhemd und einem Segmentpanzer. Das ist ein Glieder-, Schienen- oder Spangenpanzer, der zu Beginn des ersten Jahrhunderts n. Chr. in der römischen Armee getragen wurde. Für die Mädchen gibt es Schwerter und Dolche. „In einer Gepäcktragestange werden Kochutensilien verstaut. Wir bastelten uns unsere eigenen Schilde. Die wiegen auch so vier bis fünf Kilogramm“, so Magdalena. Von der Musikbauschule Mittenwald erhielten die Neuzeit-Römer ein Kriegshorn aus Blech. Damals diente das zur Motivation der Soldaten. „Wir möchten alles so originalgetreu wie möglich machen“, sagt Magdalena. Aus Stoffspenden von verschiedenen Firmen wurden die Gewänder genäht. Wurfspeere dürfen auch nicht fehlen. Vieles besorgten sich die Schüler aber auch im Internet. „Das ist ganz schön teuer. Wir haben Lederzelte, Schuhe und weitere Details aus einem Shop. Insgesamt haben wir schon knapp 8000 Euro für unser Projekt ausgegeben“, berichtet die Gymnasiastin.

Auf die Frage, ob sie denn vor etwas Angst haben, lächelt Magdalena und meint: „Mit den Sandalen ist das nicht so einfach. Sie sind knöchelhoch, werden überkreuzt gebunden und die Ledersohle ist mit Nägeln befestigt. Sie haben auch so eine Art Spikes dran, damit wir nicht ausrutschen. Wir sind schon an der Loisach mal mit ihnen gelaufen. Da waren Blasen vorprogrammiert. Wir hoffen auch sehr, dass das Wetter mitspielt.“ Ganz alleine sind die Schüler ja nicht. Andrea Schwarz hat auch ihren Kollegen Josef Thier an der Seite. Außerdem fahren die Eltern von Schwarz mit. Das Gute ist: Die beiden sind Orthopäden und sollte was am Fuß passieren, sind sie zur Stelle.

Los geht es am 17. Juli. Mit dem Zug geht es nach Brixen und dann zu Fuß nach Murnau zurück über die Via Heredia. Pünktlich zum Sommerfest am 27. Juli möchten die Wanderer wieder da sein. Zwei Ruhetage sind eingeplant. „Wir sind wahnsinnig aufgeregt und es freut sich jeder auf dieses Abenteuer. Manche Schüler glauben, wir schaffen das nicht. Aber das motiviert uns noch mehr“, so Magdalena. Obwohl es bei den Römern keine Handys oder Smartphones gab, dürfen die Schüler ihre mitnehmen. Natürlich aus Sicherheitsgründen , und um sicherlich das eine oder andere Gruppenfoto und Selfie zu machen. Und in 30 Jahren heißt es dann: „Erinnerst du dich noch, damals....“

Möchten Sie die Klasse bei dem Projekt Alpenüberquerung unterstützen? Über eine Spende freuen sich die Schüler sehr. Die IBAN lautet wie folgt: DE97703510300032183873 bei der Sparkasse Murnau. Verwendungszweck: P-Seminar Alpenüberquerung.

Von Alma Jazbec

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