Gratis Notfalldosen: Alle Informationen an einem festen Ort und immer griffbereit

Weil im Notfall jede Sekunde zählt

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Die Vertreter des Seniorenbeirats und die Erste Bürgermeisterin sind vom Konzept der Notfalldose überzeugt (v.l.) Horst Demmelmayr, Dr. Sigrid Meierhofer, Erika Vogt-Kornmüller, Siegfried Appler, Prof. Martin Kirn und Karl-Otto Kindinger.

GAP – Beim Gesundheitstag am vergangenen Samstag am Richard-Strauss-Platz und Kongresshaus war neben zahlreichen Ausstellern auch der Seniorenbeirat der Marktgemeinde mit einem Stand vertreten und machte dort mit einer ganze besonderen Aktion auf sich aufmerksam. Hier wurden gratis sogenannte „Notfalldosen“ verteilt.

Kostenfrei konnten sie für alle, die sie haben wollten, verschenkt werden, weil die Marktgemeinde die Aktion unterstützt und die Anschaffung von 1000 Stück (pro Dose sind Kosten von 2 Euro angefallen) getragen hat.

Das Prinzip der Notfalldose ist denkbar einfach und doch genial: Patienten haben hier auf einem Beiblatt alle wichtigen Informationen für Notarzt und Rettungsdienst parat. Gelagert wird die Notfalldose im Kühlschrank. Ein entsprechender Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür und am Kühlschrank informiert die Rettungskräfte, wo die Notfalldaten des Patienten zu finden sind. Auf dem Informationsblatt sind nicht nur Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma verzeichnet, sondern auch, welche Medikamente täglich genommen werden und wer im Falle des Notfalls zu verständigen ist. Auch die Hausarztpraxis wird hier genannt. Bei Notfällen drängt die Zeit und Patienten oder Rettungskräfte können nicht erst lang nach den Notfall-Dokumenten suchen. Die Notfalldose, immer griffbereit im Kühlschrank, hat sich bewährt. Das Konzept macht nicht nur deutschlandweit Schule, sondern setzt sich zunehmend auch in Europa durch. „Als wir davon hörten, war der Seniorenbeirat Feuer und Flamme“, erklärt Horst Demmelmayr. Von der ersten Idee, dies auch für Garmisch-Partenkirchen umzusetzen, bis zur Anschaffung der 1000 Notfalldosen, verging ein knappes Vierteljahr. Ganz besonders freut es die Initiatoren vom Seniorenbeirat, dass die Marktgemeinde die Anschaffung unterstützt hat. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer: „Da ich selbst schon als Notärztin gearbeitet habe, bin ich von diesem eigentlich so einfachen, aber wirksamen Konzept überzeugt.“

Wer am Gesundheitstag keine Gelegenheit hatte, eine solche Notfalldose zu erhalten: An der Rathauspforte und im Seniorentreff der Aschenbrenner Stiftung in der Ludwigstraße 73, werden die Notfalldosen weiterhin kostenfrei abgegeben. Übrigens sind nicht nur betagte Senioren angesprochen, auch für Alleinstehende jeden Alters oder Alleinerziehende macht diese kleine Dose Sinn.

von Ilka Trautmann

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