Nachhaltiges Verständnis für die Natur entwickeln

Bergwaldprojekt im Schutzwald Oberammergau – 3.000 Bäume werden gepflanzt

Freiwillige des Bergwaldprojekts bei der Pflanzung. Der Mindestabstand wird eingehalten, bei der Arbeit im Freien leicht umsetzbar.
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Freiwillige des Bergwaldprojekts bei der Pflanzung. Der Mindestabstand wird eingehalten, bei der Arbeit im Freien leicht umsetzbar.

Oberammergau – Bäume pflanzen und Steige reparieren: Durch Anpacken lernen die Teilnehmer den Wald verstehen. Aktuell findet wieder das Bergwaldprojekt in Oberammergau statt. In diesen Tagen wird fleißig gearbeitet, viel über das Ökosystem Wald gelernt und lecker gegessen –  eine sinnliche Erfahrung, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben soll.

Diese Woche ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut im Einsatz im Schutzwald. Freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland werden verschiedene Forst- und Waldnaturschutzarbeiten durchführen und dabei das Ökosystem Bergwald näher kennenlernen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftsaktion des Forstbetriebs Oberammergau, des Unternehmens Bayerische Staatsforsten und der Fachstelle für Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim.

Ziele der Projektwoche sind, einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten und die Teilnehmer  für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Projektförster Sebastian Hiekisch und Catja Geyer von der Fachstelle für Schutzwaldmanagement des AELF Weilheim werden zusammen mit den Freiwilligen auf verschiedenen Flächen 3.000 junge Weißtannen und Kiefern pflanzen, um stabile und gemischte Schutzwaldbestände zu fördern. Sie werden auch Arbeitssteige instandsetzen, damit die Förster den Bergwald wieder besser begehen können. Neben der praktischen Arbeit ist in der Woche auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes besser zu verstehen und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems zu beleuchten. 

Die Woche über kümmern sich ein Koch und eine Köchin um die vegetarische, biologische und möglichst regionale Verpflegung der Teilnehmer. Ein wichtiges Anliegen der Projektwoche ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln: „Die Teilnehmer lernen aktiv die wichtigen Schutzfunktionen des Bergwaldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten in dieser abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für künftige Generationen“, so Markus Hildebrandt, Bereichsleiter Forsten am AELF Weilheim. Sebastian Hiekisch vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus der Projektwoche bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist.“ kb

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