Befahren von gesperrten Pisten strengstens verboten

70-jähriger Oberauer stirbt nach Skiunfall

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Skifahren macht viel Spaß, aber bitte nicht auf gesperrten Pisten fahren.

GAP/Murnau - Gestern starb ein 70-jähriger Mann aus Oberau im Unfallklinikum Murnau, nachdem er sich am Dienstag bei einem Skiunfall sehr schwer verletzt hatte. Er befand sich zum Zeitpunkt des Sturzes auf einer für den Skibetrieb noch nicht freigegeben Piste.

 An der Querung eines Skiweges im Bereich des Tröglliftes kam der gut ausgerüstete Skiläufer offenbar ohne Fremdbeteiligung zu Sturz und verletzte sich schwer. Durch die Rettungskräfte der Skiwacht wurde der Mann geborgen und umgehend in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen verbracht. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde der Oberauer dann in das Unfallklinikum Murnau verlegt, wo er gestern verstarb.

Absolute Lebensgefahr - Polizei warnt: 1000 Euro Geldbuße bei Verstoß

Auch wenn der Neuschnee sehr verlockend ist und die Pisten wunderbar zu fahren sind, warnt die Polizei warnt vor gefährliche Situationen auf der Skipiste. Zum wiederholten Male meldeten in dieser Woche Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn eine Kollision von Skiläufern mit dem Zugseil der Pistenraupen. Die Vorfälle ereigneten sich jeweils weit nach Beendigung des Skibetriebes auf der Kochelberg-Abfahrt während der Pistenpräparierung. Aufgrund der Geländebegebenheiten fahren die Pistenraupen in diesem Bereich teilweise an einem langen Zugseil.

So wurde am gestrigen Mittwochabend gegen 19.45 Uhr der Polizei eine dreiköpfige Gruppe abfahrender Skitourengeher gemeldet, von denen zwei mit dem Stahlseil der Pistenraupe in Kontakt kamen und daraufhin stürzten. Offenbar wurden die Skifahrer bei dem Vorfall nicht verletzt, da sie ihre Fahrt sofort fortsetzten. Nicht ganz so glimpflich ging offenbar eine Kollision mit dem Seil am vergangenen Dienstagabend ab. Gegen 21.30 Uhr stellte ein Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn Blutspuren auf der frisch präparierten Piste fest. Ein bislang unbekannter Skiläufer ist nach derzeitigen Erkenntnissen ebenfalls in das Stahlseil geraten und hat sich hierbei vermutlich verletzt. Mitarbeiter des Seilbahnunternehmens haben auf Grund dieser Feststellung noch in der Nacht die Abfahrt nach einer verletzten Person abgesucht. Allerdings ohne Erfolg.

Die Polizei weist aufgrund der Vorfälle erneut darauf hin, dass ein Befahren von gesperrten Pisten gemäß der Anordnung der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen grundsätzlich verboten ist und Verstöße gemäß des Bayerischen Landes Straf- und Vollzugsgesetzes mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Bei einer Abfahrt ist die jeweilige Beschilderung an den Pisten in jedem Fall zu beachten. Insbesondere während der Präparierungszeiten besteht hier absolute Lebensgefahr.

Von Alma Jazbec

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