Gau-Herbstversammlung mit Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Oberländer Trachtler in Farchant

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Zwei verdiente Farchanter Trachtler erhielten die Gaumedaille in Gold überreicht. Von links nach rechts: 2. Gauvorstand Stephan Märkl, 2. Vorstand „Almenrausch und Edelweiß” Farchant Michael Auer, die Geehrten Hans Ostler (Lipp) und Blasi Schmid (Sabein), 1. Gauvorstand Josef Mayr und Gau-Ehrenvorstand Georg Mangold.

Farchant – Man erinnert sich: Bei herrlichem Sonnenschein und einer prächtigen Zuschauerkulisse zogen die Gauvereine am 8. Juli durch den Murnauer Markt und hinterließen bei allen Zuschauern nur den besten Eindruck. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war an der Spitze aller Ehrengäste und genoss sichtlich die Veranstaltung als Demonstration für gelebtes Brauchtum. Kurze Zeit später gab es aber viele dunkle Mienen, als sich nämlich herausstellte, dass es im Festzelt viel zu wenige Plätze gab.

Etwas, was viele Vereine und Aktive damals erzürnte und auch bei der Gau-Herbstversammlung in Farchant bei den Wortmeldungen zum Schluss sicherlich Thema gewesen wäre. Murnaus Vorstand Johannes Köglmayr kam dem zuvor und konnte nach seiner Entschuldigung in aller Ausführlichkeit glaubhaft versichern, dass sich der Festwirt nicht an die schriftliche Zusage für ein 3.500-Personen-Zelt gehalten hatte, der Verein seinerseits kurzfristig nicht mehr reagieren konnte und somit keine Schuld an dem Lapsus trägt. Für diese Erklärung zollte Farchants Ehrenvorstand Hans Schmid dem Murnauer viel Respekt und Köglmayr erhielt von den anwesenden Delegierten der Gauvereine dafür auch Applaus.

Umfangreich war auch in diesem Jahr die Tagesordnung des Trachtengaus im „Alten Wirt”. Nach dem Totengedenken, der Begrüßung durch Farchants Zweitem Vorstand Michael Auer junior, sowie der Vorstellung der Gemeinde durch 1. Bürgermeister Martin Wohlketzetter, folgte bereits der umfangreiche Jahresbericht von Klaus Fleischhacker. Das Protokoll der Frühjahrsversammlung und die herausragenden Gau-Termine waren dabei die wichtigsten Punkte, die der „Kastl” auf 20-Din-A-4-Seiten mustergültig zusammenfasste. Höchst informativ dann immer die Berichte der einzelnen Sparten des Gauausschusses. So lobte Gauvorplattler Josef Utzschneider die gute Probe in Murnau und würdigte den Eschenloher Verein, der mit nicht weniger als 24 Paaren beim Ehrentanz vertreten war. Gaujugendwart Franz Mangold sah beim Gaujugendfest „viele junge Madl und Buam in sauberer Tracht” und endete seinen Bericht mit einem „Hut ab”“! Sängerwart Peter Egner erinnerte an den Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck, hier hatten die Teilnehmer aus dem Landkreis hervorragend abgeschnitten. Auch sieht er den Besuch von Volksmusikseminaren als wichtig an: „Hier kann man Ziele erarbeiten und viele Freundschaften schließen”. Musikwart Stefan von Eiberg kündigte an, dass es künftig bei Gauveranstaltungen keinen Aufmarsch der Plattlergruppen zur Bühne mehr geben wird. Historischen-Vertreter Christian Ruf wünschte sich schließlich noch eine bessere Beteiligung der Vereinsvertreter bei der Jahressitzung der „Alten Trachten”. Erfreulich ist dabei, dass die Unterammergauer wieder mit einer historischen Gruppe vertreten sind. Gauvorstand Josef Mayr lobte dann insbesondere das Murnauer Fest. “Stark, unbandig viele Kapellen, Trommler und Trachtler sorgten für ein schönes Gaufest!” Auch ließ er die Gründungsfeste von Oberammergau, Oberhausen und das höchst farbenfrohe Treffen der Historischen Trachtengruppen von Altbayern in Bad Kohlgrub noch einmal Revue passieren. Zwei verdiente Farchanter Trachtler durften dann noch die Goldene Gauplakette für ihre lange Tätigkeit im Verein empfangen. Hans Ostler (Lipp) war nicht nur Vorplattler, sondern auch 2. Vorstand und 16 Jahre Kassier, weiterhin Vereinsheimwart, Vereinsdiener und Ausschussmitglied. Blasi Schmid (Sabein) kann über eine ebenfalls 25-jährige Tätigkeit in wichtigen Funktionen zurückblicken. Er übte vom Vorplattler, Schriftführer, Vereinsdiener und Theaterer fast alle Funktionen aus und ist auch heute noch im Ausschuss vertreten.

Einstimmig für Oberau

Mit Spannung wurde dann die Entscheidung zur Vergabe des Gaufestes 2021 erwartet. Ohne Gegenkandidaten erhielt der Trachtenverein „Almarausch” Oberau den Zuschlag zur Durchführung. Einstimmig! „So is mir am liabsten, jetzt bin i aus`m Schneida”, schmunzelte Josef Mayr. Nach genau 50 Jahren, 1951 und 1971 waren die Oberauer zuletzt Gastgeber, lädt der Verein nunmehr wieder zur Parade-Veranstaltung der Oberländer Vereinigung ein. Weitere Termine: Gausingen im Frühjahr 2019 in Bad Kohlgrub, Gaufrühjahrsversammlung 2019 im Gasthaus Post, Peißenberg, Gauherbstversammlung 2019 in Mittenwald.

von Klaus Munz

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