Traditionslauf mit internationalem Startfeld

Der Osterfelder-Berglauf findet zum 39. Mal statt

Der Osterfelder-Berglauf ist nach wie vor sehr beliebt und wird von internationalen Läufern besucht.
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Der Osterfelder-Berglauf ist nach wie vor sehr beliebt und wird von internationalen Läufern besucht.
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Der Osterfelder-Berglauf ist nach wie vor sehr beliebt und wird von internationalen Läufern besucht.
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Der Osterfelder-Berglauf ist nach wie vor sehr beliebt und wird von internationalen Läufern besucht.
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Der Osterfelder-Berglauf ist nach wie vor sehr beliebt und wird von internationalen Läufern besucht.

Am kommenden Sonntag ist es soweit: Dann wird der Osterfelder-Berglauf zum insgesamt 39. Mal gestartet. Früh aufstehen heißt es für die Aktiven und die Helfer, denn um acht Uhr erfolgt die Startnummernausgabe an der Talstation der Alpspitzbahn, um zehn Uhr wird dort das Rennen für die Läuferinnen und Läufer gestartet. Zum 14. Mal können auch Nordic Walker mitmachen. Für sie beginnt das Rennen bereits um 9.30 Uhr. Für Organisator Wolfgang Plümpe ist das Wichtigste, „dass das Wetter mitspielt.“ Die Prognosen für Sonntag sind sehr gut. „Die Strecke ist frei, nur daneben gibt es noch Schnee“, berichtet der 79-Jährige.

Die Idee für die Veranstaltung hatte Plümpe vor knapp 40 Jahren. Damals bestritt er zusammen mit seinem Laufpartner Kurt Lauen, der wie er aus Hamburg stammt, bei verschiedensten Läufen in ganz Europa. Zu Trainingszwecken liefen sie immer wieder aufs Kreuzeck und zum Osterfelderkopf hoch. Da kamen sie auf die Idee, hier einen Lauf zu veranstalten. Lauen stieg nach einem Jahr aus der Organisation aus, so machte es Plümpe, den es 1977 nach einem 15 Jahre langen Zwischenaufenthalt im kanadischen Vancouver nach Garmisch-Partenkirchen verschlagen hatte, seit dieser Zeit alleine. In den ersten Jahren der Veranstaltung gab es noch nicht so viele Bergläufe wie heute und Teilnehmerzahlen von weit über 300 waren an der Tagesordnung. In den vergangenen Jahren waren jeweils rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dabei, deutlich mehr als bei den Ausgaben zuvor. Auch in diesem Jahr erwartet Plümpe ein internationales Starterfeld. „Wir haben unter anderem angemeldete Läufer aus den Niederlanden, den USA und England“, erzählt der Veranstalter. 

Die Strecke führt von der Talstation der Osterfelderbahn auf einer Länge von rund zwölf Kilometern und einem Höhenunterschied von 1300 Metern zum Ziel am Osterfelderkopf in 2050 Metern Höhe. Die ersten beiden Kilometer werden auf einer Forststraße zurückgelegt und lassen nicht erahnen, was diesen Berglauf ausmacht. Die erste Hürde ist eine Serpentinenstrekke durch den Forst. Dann wird es bei Kilometer drei das erste Mal so richtig hart: Eine etwa 100 Meter lange Steigung, etwa 30 Prozent, auf grobem Schotter, macht das Laufen zur Qual. Einige Teilnehmer werden hier nachvollziehbare Gehpausen einlegen. Ist diese Steigung hinter sich gelassen, führt der Weg wieder zirka 1.500 Meter auf der Forststraße, bevor ein neuerlicher Abstecher über Serpentinenwege durch den Forst führt. Gut, dass es dort Bäume gibt, die den Läuferinnen und Läufern den notwendigen Schatten spenden. Aus dem Wald heraus geht es ab Kilometer 5,5 schattenlos weiter. Nach 800 Metern kommt die erste Verpflegungsstation. Hier heißt es genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Anschließend geht es weiter über Wanderpfade durch den Forst bis sich dann bei Kilometer 6,8 wieder ein kurzes Steilstück auftut. Hier gibt es den großen Vorteil, dass sich bei der Hütte ein Brunnen befindet, an dem sich die Bergläufer erfrischen können. Auf einer etwas weniger anspruchsvollen Teilstrecke geht es dann zur Kreuzeckbahn, die sich in 1650 Metern über NN befindet. Hier sind bereits fast 900 Höhenmeter auf einer Länge von acht Kilometern geschafft. Falls der Läufer zu diesem Zeitpunkt den Blick in die Ferne schweifen lässt, kann er das überwältigende Zugspitzmassiv genießen. Ab der Kreuzeckstation geht es auf einem gut ausgebauten und von Wanderern und Mountainbikern stark frequentierten Weg ein wenig bergauf. Bevor der stete Anstieg zur Hochalm wartet, lädt die zweite Verpflegungsstation zu einer Trinkpause ein. Glaubt man aber hier, dass bei der Hochalm bereits das schwierigste Stück hinter sich zu haben, unterliegt man einem Trugschluss. Insbesondere der Anblick der Steigung von der Hochalm Richtung Alpspitze verdeutlicht jedem, was hier dem Läufer für Leistungen abverlangt werden. Auf einer Länge von einem Kilometer windet sich der Weg ohne flaches Zwischenstück auf über 1850 Höhenmeter und verlangt dem Sportler noch einmal alles ab. Hat er sich hier durchgebissen und die Bergwachthütte im Sattelausläufer der Achenköpfe erreicht, bietet sich ihm nach dem ersten Aus schnaufen Bergwelt pur. Diese Kulisse begleitet die Läufer vom Fuß der Alpspitze durch das Steinerne Tor bis zum Ziel. 

Gegen 14 Uhr findet am Osterfelderkopf-Restaurant die Siegerehrung statt, bei der Tombola kann jeder den Hauptpreis gewinnen. „Die einheimische Wirtschaft hat mich mit Preisen wieder toll unterstützt“, freut sich Plümpe. Die Startgebühr beträgt 25 Euro. Für Kurzentschlossene, die sich am Morgen des Laufs bis eine Stunde vor dem Start anmelden können, wird keine Nachgebühr erhoben. Wie immer werden die Sieger in den verschiedenen Altersklassen gewertet. tf

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