Gerade in diesem Jahr gewinnt die Osterbotschaft an Bedeutung

An Ostern feiern wir das Leben

Osterfest feiern
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Ein schön geschmückter Tisch gehört zum Osetrfest.

Region – Es ist ein Osterfest, wie es so wohl noch keiner erlebt hat. Wir alle mussten Pläne ändern, Urlaubsreisen können nicht stattfinden, das liebgewonnene große Familientreffen zum Osterbrunch fällt aus und auch öffentliche Gottesdienste können nicht gefeiert werden.

Dekan Andreas Lackermeier aus Garmisch-Partenkirchen lädt dazu ein, die Gottesdienste zu Hause mitzufeiern: „Durch unser Gebet sind wir verbunden! Das Osterlicht wird auch in diesem Jahr entzündet und die Welt wieder heller machen mit der Kraft der Hoffnung aus dem Glauben an die Auferstehung Jesu Christi.“ An allen Festtagen werden im Fernsehen Gottesdienste (evangelisch und katholisch) übertragen, weitere öffentlich nicht zugängliche Gottesdienste kann man im Livestream verfolgen. Genug Gelegenheit also, das Fest der Auferstehung zu feiern. Ostern ist das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr. Christen wie Nicht-Christen verbinden damit die Freude auf Licht und Wärme und auf Hoffnung, denn an Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über den Tod. Das Entzünden der Osterkerze, die anschließend in eine dunkle Kirche getragen wird, versinnbildlicht, dass Jesus Christus das in seiner Auferstehung neu aufstrahlende Licht ist. 

Wer es nicht mit kirchlichen Begriffen beschreiben will, kann es auch viel einfacher fassen: An Ostern feiern wir das Leben. Und gerade diese Botschaft bringt uns in Corona-Zeiten Hoffnung. Auch weil das Osterfest in diesem Jahr ein ganz anderes ist, sollten wir es bewusst feiern. Kinder freuen sich auf kleine Geschenke und können ihre Osternester auch drinnen oder im eigenen Garten suchen. Und das festliche Oster­essen erfreut uns ganz sicher auch im kleinen Kreis.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein vielfältiges österliches Brauchtum entwickelt. Eine zentrale Rolle spielen bis heute Eier, die übrigens seit dem 7./ 8. Jahrhundert als „flüssiges Fleisch“ galten und während der vorösterlichen Fastenzeit verboten waren. Seit dem Mittelalter war es Brauch, Eier an Ostern als Abgabe an Klöster, Grundherren oder Pfarrer zu entrichten, aber auch an Lehrer, Krankenhauspatienten oder Arme zu verschenken. Bis heute ist das Osterfest ein Anlass zum Schenken und der Eierschmuck in allen denkbaren Variationen darf bei der Osterdekoration nicht fehlen. tra

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