Paketverkauf für Reiseveranstalter wurde auf der ITB gestartet

Passionsspiele 2020 mit 102 Vorstellungen

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Eine der Schlüsselszenen: Jesus vor Pontius Pilatus. Die 42. Passionsspiele in Oberammergau werden vom 16. Mai 2020 bis 4. Oktober 2020 auf der Bühne des weltberühmten Passionstheaters stattfinden.

Oberammergau – Die Passionsspiele in Oberammergau ziehen alle zehn Jahre hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt an – der Auftakt für die 42. Passionsspiele wird am 16. Mai 2020 erfolgen. Über 2000 Laiendarsteller, Sänger und Musiker werden bis zum letzten Spieltag am 4. Oktober 102 Vorstellungen auf der Bühne des Passionstheaters geben. Rund 450.000 Zuschauer aus aller Welt werden erwartet.

Auf der zu Ende gegangenen ITB-Messe in Berlin ist der Startschuss für die erste Verkaufsphase gefallen. „Damit können Reiseveranstalter die Pakete erwerben; in einem Jahr können die Pakete auch direkt in Oberammergau gekauft werden, 2019 schließlich kommen die restlichen Eintrittskarten auf den Markt“, erklärt Walter Rutz, der Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG. Auch die Registrierung auf der Website www.passionsspiele-oberammergau.de ist ab sofort möglich. „Damit haben Besucher die Möglichkeit, sich frühzeitig Arrangements und damit Eintrittskarten für dieses einmalige Ereignis zu sichern“, so Rutz weiter. Oberammergau bietet zur Passion traditionell Arrangements an. Ursprünglich wollte die Gemeinde für 2020 nur Tickets verkaufen, letztlich hielt man aber an der Paketlösung mit Eintrittskarte und ein- bzw. zwei Übernachtungen und Abendessen fest. „Für die Passion 2020 wird es die Arrangements zu günstigeren Preisen geben“, so der Geschäftsführer. Eine Verbesserung gibt es auch bei der Buchung. So sind Sitzplätze nicht mehr wie bislang an bestimmte Unterkünfte gekoppelt.

Für die Oberammergauer Darsteller wird es ab Ende 2018 interessant, wenn die „Spielerwahl“ stattfindet. Zusammen mit der Erneuerung des Gelübdes wird dann bekannt gegeben, wer die großen und kleineren Rollen übernehmen wird. Ende 2019 wird Spielleiter Christian Stückl mit den Proben beginnen und zusammen mit seinem künstlerischen Team auf eine Neuinszenierung des „Spiels vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus“ hinarbeiten. Die Passionsspiele gehen auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633 zurück. Damals gelobten die Oberammergauer in jedem zehnten Jahr das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, insofern niemand mehr an der Pest sterben sollte. 

Von Ilka Trautmann

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