Die Palliativstation am Klinikum Garmisch-Partenkirchen war eine der ersten Einrichtungen in Oberbayern

Versorgung im letzten Lebensabschnitt

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10 Jahre Palliativstation am Klinikum Garmisch-Partenkirchen (v.li.): Bernward Schröter, Geschäftsführer Klinikum; Christian Bär, Leiter der Palliativstation; Dr. Michael Rapp, stv. Landrat; Chefarzt Dr. Helmut Lambertz; Dr. Johann N. Meierhofer, 1.Vorsitzender des Hospizvereins und Harald Kühn, MdL und ehemaliger Landrat.

GAP – „Wir betreuen und behandeln Menschen in allen Lebensphasen, von der Geburt bis zum Lebensende und die Palliativstation ist ein wichtiger Baustein in der Versorgung unserer Bevölkerung“, erklärt der Geschäftsführer vom Klinikum Garmisch-Partenkirchen Bernward Schröter.

Gemeinsam mit den Partnern, dem Hospizverein e.V., der Oberland Palliativ Versorgung (OPAL) und einigen Politikern, blickte der Klinikums-Chef auf 10-Jahre Palliativ-Arbeit.„Wir waren damals eine der ersten Einrichtungen in Oberbayern“, erklärt er stolz.“ Fünf verschiedene, multiprofessionelle Teams aus Ärzten, Pflegern und verschiedenen Therapeuten seien eng vernetzt, „um der Bevölkerung, die immer älter wird, auch in der letzten Lebensphase ambulant und stationär zur Seite zu stehen.“ So werden u.a. auch Therapiehunde eingesetzt, die in den letzten Tagen im Leben oft die so wichtige Wärme und Nähe schenken würden. Insgesamt werden etwa 300 Patienten jährlich auf der Palliativ-Station betreut. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei zehn Tagen. „Über die Hälfte unserer Patienten wird wieder nach Hause entlassen und ambulant weiterbetreut oder im Hospiz aufgenommen“, erklärt Oberarzt Dr. Till Seiler. Die Menschen, die hierher kommen, sind komplex erkrankt und bedürften auf allen Ebenen einer Behandlung. Auf der körperlichen seien es Atemnot und Schmerzen, die zu lindern sind, auf der sozialen und spirituellen steht die Frage „Was kommt danach?“ im Mittelpunkt.

Er sieht seine Aufgabe darin, die vielfältigen Symptome am Ende eines Lebens zu bessern und sich gleichzeitig um die Angehörigen zu kümmern. „In einem alternden Landkreis mit immer kleineren Familien brauchen immer mehr Menschen unsere Hilfe“, so der Mediziner . Für ihn, der seit einem knappen Jahr die Palliativ-Station leitet, ist die Tätigkeit so erfüllend, „weil die Menschen am Ende ihres Lebens dankbarer werden.“ Landtagsabgeordneter Harald Kühn, der sich vor zehn Jahren als Landrat für die Palliativstation stark gemacht hatte, sagt: „Eine medizinisch und menschlich optimale Versorgung in diesem letzten Lebensabschnitt auch in einem somatischen Krankenhaus ist sehr wichtig, vor allem mit Blick auf den demographischen Wandel. Es war damals ein zeitgerechter und notwendiger Schritt, eine solche Station zu eröffnen.“

von Barbara Falkenberg

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