Rückblick auf die Partenkirchner Festwoche

Mit vielen Höhepunkten

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Bereit für den großen Festzug: Partenkirchner Kinder auf dem Blumenwagen.

Ob Partypower mit der Band „DEERisch“, eine Trachten- und Modenschau, ein Tanzabend mit zwei bekannten Musikgruppen, das 10. Oldtimer-Treffen von betagten Traktoren und fast zum Abschluss das 54. Gaujugendfest der Oberländer Trachtenvereinigung: Die zehntägige 62. Partenkirchner Festwoche war gerade in diesem Jahr von höchst abwechslungsreichen Veranstaltungen im Festzelt am Schützenhaus geprägt.

Aber es gab noch weitere Höhepunkte. Nach der offiziellen Eröffnung der Woche am Samstag-Abend durch die Schirmherrin 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer zusammen mit dem Festwirts-Ehepaar Werner und Vorstand Hansjörg Ostermair standen noch ganz besondere Ehrungen an. Etwa für Hannes Biehler, der vom amtierenden Vorstand und seinem Vize Hansjörg Bauer die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorstand entgegennehmen durfte. Man sah dabei einen sichtlich überraschten Biehler, der für seine langjährige und erfolgreiche Vorstandstätigkeit belohnt wurde und noch heute als Aktiver vom „Alten Tanz“ dem Verein hilfreich zur Seite steht. Dank und Anerkennung gab es auch für Elisabeth Grasegger (Bruno-Liesl), die sich viele Jahre ums saubere Gwand bei den Madln der Trachtenjugend kümmerte. Zuletzt wurden noch Maria und Anton Schretter für ihre 25-jährige Mitwirkung beim „Alten Tanz“ geehrt. „Herzlichen Dank für die perfekte Vorbereitung der Woche“, lobte auch Dr. Meierhofer, ehe die Musikkapelle unter Leitung von Sepp Grasegger die Festwoche mit den Stücken „Salve Imperator“, dem Kaiserjäger- und König-Ludwig-II-Marsch auch musikalisch aufs Beste einläutete. Aber spätestens dann waren die Schuhplattler sowie die Jugendgruppe an der Reihe, die sich mit dem „Reit im Winkler“, dem Figurentanz und dem Werdenfelser im gut gefüllten Festzelt zeigten. Auch eine Neueinstudierung gab es in diesem Jahr: Zu der gängigen Melodie von „So leb denn wohl du wunderschönes Gamsgebirg“, haben die Partenkirchner einen flotten Plattler zusammen mit den Madln kreiert, das Publikum wurde ebenso zum Mitsingen animiert. Von DEERisch bis zur Modenschau: Gerade die jüngere Generation hatte am Zelt-Montag seine Freude. Ob Oldies, heiße Rock- und Pop-Rhythmen oder einfach Stimmungsmusik: Es war für alle was dabei. Auch das Treffen der Goaßlschnalzer-Gruppen aus Farchant, Grainau, Mittenwald und Partenkirchen kam im Zelt am Schützenhaus wieder gut an. Genau wie der zünftige Zeltabend bei Bier- und Hendlpreisen fast wie „Anno dazumal“ am Mittwoch. Traditionell und modern ließen sich als Einlage die „Viererspitz-Buam“ aus Mittenwald hören. Eine feste Bank bei der Festwoche war natürlich die Musikkapelle Partenkirchen, die nicht weniger als an acht Abenden mit ihrem großes Repertoire glänzte. Für eine lange Liste von Betrieben und Behörden ist der Zeltabend der Betriebe ein absolutes Muss. So auch in diesem Jahr, als es im Festzelt wieder richtig „brummte“ und fast kein Platz mehr zu ergattern war. Für die besonders Tanzfreudigen war natürlich der zweite Zelt-Samstag mit dem Auftritt der „Doiwinkl-Musi“ und der „De junga Oidbachna“ ein Muss. Der erste Festsonntag gehörte nicht den Trachtlern, sondern hier standen zum mittlerweile zehnten Male altehrwürdige Traktoren und landwirtschaftliche Zugmaschinen zur großen Parade durch die Ludwig- und Münchner Straße am Start. Und dies mit hervorragender Beteiligung von 172 Maschinen. Bis von Weilheim waren die Fahrzeughalter angereist, auch etliche Lanz- und Steyr-Exemplare aus der Tiroler Nachbarschaft waren zu erblicken. Das älteste Vehikel stammte jedoch aus der engeren Heimat – Baujahr 1935! Petrus meinte es gut mit den Partenkirchner Trachtlern! Nicht nur dass der Oldtimerzug bei heiterer Witterung über die Bühne ging, auch der Gaujugendtag verlief trocken, sieht man von einigen ganz wenigen, eher harmlosen Regentropfen bei der Aufstellung des Zuges ab. Ein wunderschöner Zug von gut 2000 Trachtenkindern aus 30 Gauvereinen zog sich an der dicht von Zuschauern gesäumten historischen Ludwigstraße Richtung Schützenhaus vorbei, viele Trommler- und Spielmannszüge und Musikkapellen untermalten diese prächtige Schau. Es war wieder einmal ein sichtbarer Beweis, dass die Trachtensache im Gau lebt und durch die Kinder und Jugendlichen in die Zukunft weitergetragen wird. Im Festzelt durften dann die einzelnen Gruppen das Erlernte zeigen und mit Stolz ihren Ehrentanz vorführen.  Klaus Munz

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