Kartenverkauf für Privatleute ist angelaufen

Passionsspiele 2020: Ein Dorf lebt für sein Spiel

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Fast die Hälfte der 5300 Einwohner Oberammergaus wirkt bei den Passionsspielen mit. Hier die Szene Jesus vor Pilatus.

Oberammergau – Die Passionsspiele in Oberammergau ziehen alle zehn Jahre hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt an. In diesem Jahr gehen die Vorbereitungen für die 42. Passionsspiele 2020 unter der Regie von Christian Stückl in die heiße Phase. Auf der führenden Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft ITB in Berlin wurde der Kartenverkauf von Eintrittskarten mit Übernachtung, der sogenannten Arrangements, für Privatleute gestartet.

Die Spiele gehen zurück auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633. Damals gelobten die Oberammergauer in jedem zehnten Jahr das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterben sollte. Höhepunkt in diesem Jahr ist der 20. Oktober 2018, wenn die Darsteller verkündet werden. www.passionsspiele-oberammergau.de

„Die Passionsspiele Oberammergau gehören traditionell zu den besonders starken Markenzeichen für das Kulturreiseziel Deutschland“, sagt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). „Rund eine Million zusätzlicher internationaler Übernachtungen in den Festspieljahren sind ein deutlicher Beleg für die internationale Strahlkraft dieses Ereignisses.“ Für den reibungslosen Ablauf sorgen eine hohe Professionalität in der Organisation und ein jahrelanger Vorlauf. Um den Besucheransturm gerecht zu werden, bietet Oberammergau traditionell Arrangements an. Diese Pakete beinhalten außer einer Eintrittskarte auch eine (ab 294 Euro pro Person im Doppelzimmer) oder zwei Übernachtungen (ab 394 Euro pro Person im Doppelzimmer) und Abendessen. Der Verkauf erfolgt in drei Stufen: Seit März 2017 können Reiseveranstalter die Pakete erwerben; seit März 2018 können die Pakete auch direkt in Oberammergau bei der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG und online unter www.passionsspiele-oberammergau.de gekauft werden. Eintrittskarten ohne Übernachtung kommen zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt. Die bisherige Bilanz der Kartenabsätze kann sich sehen lassen, wie Gerhard M. Griebler, Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, erläutert: „Vor gut einem Jahr haben wir mit dem Verkauf von Arrangements an die gewerblichen Wiederverkäufer (Reiseveranstalter, Busunternehmer, Agenturen) begonnen. Inzwischen sind bereits 65 Prozent der 220.000 zur Verfügung stehenden Kontingente für den touristischen Wiederverkäufer vertraglich fixiert.“ Insgesamt erwartet Oberammergau 450.000 Besucher an 103 Spieltagen.

von Kreisbote

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